Navigieren auf baselland.ch

Benutzerspezifische Werkzeuge

Inhalts Navigation

Protokoll der Landratssitzung vom 10./11. Dezember 2014

Nr. 2459

Caroline Mall (SVP) beantragt Diskussion.


://: Die Diskussion wird stillschweigend genehmigt.


Caroline Mall (SVP) bedankt sich für die Beantwortung der Interpellation. Trotz allem fällt ihr auf, dass die Antwort der Problematik ein Stück weit aus dem Weg geht. Es werden Statistiken aufgeführt, wonach es einige befristet angestellte Lehrpersonen im Kanton gibt, die ohne Lehrdiplom unterrichten. Bemerkenswert ist, dass dies vornehmlich auf Sek I-Stufe stattfindet. Die Schulentwicklung ist aber nicht zielführend, wenn auf diesem Weg weitergegangen wird. Die Praxis zeigt, dass viele Studenten auf längere Zeit als Stellvertreter arbeiten - ein Semester findet die Votantin als Zeitraum allemal relativ lang, gerade für Kinder in der Sek I, die sich auf die Berufswelt oder die weiterführenden Schulen vorbereiten müssen. Sie sind angewiesen auf erfahrene oder korrekt ausgebildete Lehrpersonen. Der Kanton Baselland dürfte in diese Richtung durchaus etwas verändern. Die Votantin ist auf jeden Fall überzeugt, dass Bedarf besteht und es ist zu hoffen, dass sich der Regierungsrat diesbezüglich für eine Verbesserung einsetzt.


Regierungsrat Urs Wüthrich (SP) hat heute, unabhängig von der Interpellation, einen Entscheid unterschrieben, mit dem konkretisiert wird, in welchen Bereichen schwerpunktmässig im Rahmen des Verpflichtungskredits «Bildungsharmonisierung» Mittel für die Weiterbildung eingesetzt werden sollen. Ein wichtiger Schwerpunkt ist der, dass sich Lehrerinnen und Lehrer, die aus der Primarstufe kommen, nachqualifizieren können, damit sie mit der nöti gen fachlichen und fachdidaktischen Voraussetzung den Unterricht gestalten können. Dies entspricht ziemlich genau der Frage und der Erwartung der Interpellantin.


Für Jürg Wiedemann (Grüne) ist es nicht so sehr ein Problem, dass Lehrpersonen eingesetzt werden, die überhaupt kein Diplom haben, sondern häufig ist es so, dass Lehrpersonen vor allem auf Sek Stufe I (womöglich auch auf Gymnasialstufe) ein Lehrerdiplom in einem Fach haben, aber aufgrund mangelnden Bestands in einem anderen Fach eingesetzt werden. Die Chemie mag stimmen, es mag einigermassen gut laufen, aber wenn eine Klasse zu viele Wechsel hat, ist dies nicht gut. Der Sprecher glaubt, dass dort tatsächlich ein Problem besteht, weswegen die Fragen von Caroline Mall berechtigt sind.


Ziel muss sein, dass auf Sek I-Stufe Lehrpersonen nur in jenen Fächern eingesetzt werden, wofür sie auch ein Diplom und damit eine vollwertige Ausbildung haben. Schnellbleichen sind nicht zweckmässig. Es braucht fachlich und pädagogisch gut ausgebildete Lehrpersonen. Es ist zu hoffen, dass in den nächsten Jahren darauf mehr geachtet wird.


://: Damit ist die Interpellation 2013/326 erledigt.


Für das Protokoll:
Markus Kocher, Landeskanzlei



Back to Top

















Weitere Informationen.

Fusszeile