Protokoll des Landrates des Kantons Basel-Landschaft vom 24. Januar 2008

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2007-075 vom 22. März 2007
Interpellation von Georges Thüring, SVP: Übernahme Sekundarschulbauten/Grösse der zukünftigen Standorte
- Schriftliche Antwort des Regierungsrates vom 16. Oktober 2007
- Beschluss des Landrats am 24. Januar 2008: < erledigt >

Nr. 325

Georges Thüring (SVP) beantragt Diskussion.


://: Die Diskussion wird stillschweigend bewilligt.


Georges Thüring (SVP) dankt für die ausführliche und umfassende Beantwortung.


Ob sich die Einführung des Schulsystems 6/3 im Kanton tatsächlich positiv auswirken wird, bezweifelt Georges Thüring auch nach der Beantwortung seiner Interpellation. Die Vergangenheit und die verschiedenen Erfahrungen im Bildungsbereich zeigen, dass eine Reform nicht immer zur selben Steigerung der Qualität führt und letztlich auch nicht immer im Sinne der Betroffenen ist. Die Harmonisierung des regionalen Bildungsbereiches ist löblich. Doch ist immer fraglich, nach welchem Massstab harmonisiert wird. Das Baselbieter Bildungsniveau geniesst bislang einen sehr guten Ruf. Dazu muss Sorge getragen werden. Die angestrebte Änderung auf das System 6/3 darf weder zu grossen Klassen, noch zu überdimensionierten Standorten führen. Auch darf sich eine solche Harmonisierungsübung nicht qualitativ negativ auswirken. In diesem Sinne ist der Interpellant gespannt auf die definitive Vorlage seitens des Regierungsrates. Die politische Auseinandersetzung ist mit der Beantwortung der Interpellation sicherlich noch nicht abgeschlossen.


Regierungsrat Urs Wüthrich (SP) antwortet, dass die Frage, was ein Bildungssystem mit dem 6/3-Modell bringt, Gegenstand intensiver Diskussionen war. Die ursprüngliche, persönliche Haltung Urs Wüthrichs ist bekannt. Wichtig ist aber auch die Klarstellung, dass in der grossen Mehrzahl der Kantone, wo dieses Modell gilt, die Brücken nicht einstürzen, weil die Ingenieure nichts können, die Ärzte nicht laufend Kunstfehler begehen, weil sie nichts wissen und auch die Handwerker nicht schlecht sind. So betrachtet ist der Regierungsrat überzeugt, dass bei einer intelligenten Umsetzung das Bildungsniveau im Kanton erhalten bleibt. Vielmehr noch: Wird diese Reform gemeinsam mit den Nachbarn umgesetzt, dann erhofft sich der Regierungsrat einen Mehrwert.


Als zweite Bemerkung bedankt sich Urs Wüthrich bei Georges Thüring für die ausgesprochene Anerkennung der guten Schulen im Kanton Baselland. Gerne bestätigt der Regierungsrat, dass die grosse Chance besteht, die Standortfrage nicht bloss als Verwaltungsentscheid zur Kenntnis zu nehmen. Diese wird Gegenstand einer parlamentarischen Beratung sein.


://: Damit ist die Interpellation 2007/075 beantwortet.


Für das Protokoll:
Pascal Andres, Landeskanzlei



Fortsetzung

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