Protokoll der Landratssitzung vom 5. Juni 2008

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2007-210 vom 6. September 2007
Interpellation der FDP-Fraktion: Ist die Qualität unserer Spitäler ein Problem?
- Beschluss des Landrats am 5. Juni 2008: < beantwortet >

Nr. 615

Regierungsrat Peter Zwick (CVP) beantwortet die Fragen:


Fragen 1 und 2
Wie beurteilt der Regierungsrat die Comparis- Studie?
Wie gedenkt der Regierungsrat möglichst rasch die Öffentlichkeit zu informieren, um einen allfälligen Imageschaden zu verhindern? Gäbe es analog zur Veröffentlichung durch das Universitätsspital Basel eventuell die Möglichkeit, eigene Qualitätsberichte zu veröffentlichen?


Antwort
Die Comparis-Studie hat bestimmt alle Spitäler und Gesundheitsdirektoren der Schweiz aufgerüttelt. Zur Zeit der Veröffentlichung der Studie ging man sofort in die Offensive und forderte von der Firma, welche die Daten erhob, diese zu veröffentlichen. Nun laufen Bestrebungen, diese Qualitätsdaten gleichzeitig zu erheben, denn der Nachteil der letzten Studie war, dass die Daten nicht über die gleichen Monate erhoben wurden. Der Regierungsrat möchte sich nicht zum Ziel der Studie von Comparis äussern, jedoch ist klar, dass Comparis damit Geschäfte macht.


Frage 3
Wie gedenkt der Regierungsrat die beschlossene Qualitätskontrolle des Spitalverbandes H+ aktiv zu unterstützen und deren Einführung nach Möglichkeit vor 2010 zu ermöglichen?


Antwort
Zur Zeit arbeitet H+ mit Hochdruck daran, die Vorgaben eines einheitlichen Qualitätsbereichs in den Spitälern zu entwickeln. Der Kanton Basel-Landschaft wurde mit den Baselbieter Spitälern Mitglied von H+, um sich an dieser Qualitätssicherung zu beteiligen.


Frage 4
Ist der Regierungsrat bereit, die Qualitätskontrolle in enger Zusammenarbeit mit Basel-Stadt im Rahmen der regionalen Spitalplanung als dringendes Projekt anzugehen und in das kommende Regierungsprogramm aufzunehmen?


Antwort
Der Gesundheitsdirektor räumt der Qualitätssicherung und Qualitätsmessung sehr hohe Priorität ein. Es handelt sich hierbei um ein Führungsinstrument, wie dies auch in der Privatwirtschaft gebraucht wird, um zu schauen, wo sich Schwachstellen befinden und wo Verbesserungen angebracht wären. Dies ist eines der wichtigsten Anliegen des Regierungsrates, und ein Bekenntnis dazu ist auch im Regierungsprogramm unter 3.08.09 zu finden.


Judith van der Merwe (FDP) ist sehr zufrieden mit der Entwicklung in diesem Gebiet.


://: Somit ist die Interpellation 2007/210 beantwortet.


Für das Protokoll:
Miriam Schaub, Landeskanzlei



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