Protokoll der Landratssitzung vom 22. April 2004

Nr. 507

10 2003/243
Interpellation von Etienne Morel vom 16. Oktober 2003: Prävention für Jugendsuizid im Kanton Basel-Landschaft. Schriftliche Antwort vom 27. Januar 2004

://: Der Landrat gibt dem Antrag auf Diskussion von Etienne Morel statt.

Etienne Morel dankt der Regierung für die Beantwortung der Interpellation. Klar stellt die Regierung in ihrer Antwort die Mängel im angesprochenen Bereich dar.
Ausgangspunkt der Interpellation war der Tag der psychisch Kranken, der 10. Oktober 2003, ein Tag, der speziell im Zeichen des Jugendsuizids stand. Pro mente sana und andere Vereinigungen verlangten an diesem Tag, eine große Präventionskampagne zu starten. Auf Bundesebene ist ein Projekt in Gang gekommen. Die Effektivität einer solchen Kampagne ist sehr fraglich, wie auch der Regierungsrat in seiner Antwort feststellt.
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass der Selbstmord eine verhinderbare Todesursache ist. Wichtig ist, da zu sein und zu zeigen, dass man da ist. Diese Prämisse gilt für den privaten, aber auch für den staatlichen Bereich. Das Gemeinwesen hat Angebote, wie sie in der Antwort sehr gut beschrieben sind, zu bieten. Ein niederschwelliges Angebot böte sich zusätzlich im Bereich der Schulen und der Lehrpersonen an, die tagtäglich mit Jugendlichen im Kontakt sind. Oft ist den Jugendlichen nicht bewusst, dass ein Angebot besteht. Es fragt sich, ob es nicht möglich wäre, mit wenig Geld kostenden Flyern in den Schulen bekannt zu machen, wohin man sich im Problemfall wenden kann, so lange der Schulsozialdienst noch nicht eingeführt ist.

RR Erich Straumann gibt bekannt, dass in der zweiten Jahreshälfte in den Schulen Ordner abgegeben werden sollen, um das sehr wichtige, alle bedrückende Thema aufzubereiten. Beunruhigend ist für Regierungsrat Erich Straumann auch die Feststellung, dass die Suizidhäufigkeit in der Alterskategorie zwischen 50 und 60 ansteigt.

://: Damit ist die Interpellation 2003/243 von Etienne Morel erledigt.

Für das Protokoll:
Urs Troxler, Landeskanzlei



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