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Leistungsauftrag für die Fachhochschule Nordwestschweiz zur Genehmigung empfohlen

14.07.2017 11:00

Die Interparlamentarische Kommission der Fachhochschule Nordwestschweiz (IPK FHNW) hat die Erarbeitung des Leistungsauftrags an die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) für die Jahre 2018 - 2020 während eines Jahres begleitet und dazu einen Mitbericht verfasst, dessen Anregungen zum grossen Teil in die Endfassung des Leistungsauftrags intergriert werden konnten. Die Beurteilung des Leistungsauftrags durch die  Interparlamentarische Kommission fällt positiv aus, weshalb die Kommission den kantonalen Parlamenten empfiehlt, den Leistungsauftrag zu genehmigen und die jeweiligen Kredite zu sprechen.

Die Mitglieder der Interparlamentarischen Kommission der Fachhochschule Nordwestschweiz plädierten in den Verhandlungen für eine qualitativ hochstehende Hochschule, die sich stark an den Bedürfnissen der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Schulen und Studierenden orientiert. Aufgrund des Fachkräftemangels strebt die FHNW an, die Wachstumsrate von Neueintritten bei der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik, bei der Hochschule für Technik und der Hochschule für Wirtschaft auf dem hohen Niveau der letzten Leistungsperiode von 6-9% zu halten. Für die Hochschule für Life Sciences ist ein Wachstum von jährlich 2% und für die Pädagogische Hochschule von 3% vorgesehen. Das für die Leistungsperiode 2018 bis 2020 angestrebte jährliche Wachstum der Studierendenzahlen beträgt durchschnittlich 1,5%. Der Numerus clausus an den Hochschulen für Gestaltung und Kunst, Soziale Arbeit, Angewandte Psychologie und Musik bleibt bestehen.

Die FHNW formulierte eine Strategie 2025. Die FHNW reagiert mit ihrer Strategie insbesondere auf folgende gesellschaftliche und hochschulpolitischen Herausforderungen:

  • Digitaler Wandel und technologische Entwicklung
  • Fachkräftemangel in bestehenden und zukünftigen Arbeitsfeldern
  • Neue  Wettbewerbsorientierung  in  der  Finanzierungslogik  des  neuen  Hochschulförderungs-  und Koordinationsgesetzes (HFKG)

Die IPK FHNW begrüsst die Strategie 2025 und das Bestreben der FHNW, Antworten auf Fragen zu finden, welche die Gesellschaft beschäftigen.

Während der Verhandlungen wurde von Seiten der IPK FHNW Kritik bezüglich der unvollständigen Verknüpfung von Zielen mit Indikatoren und Standards laut. Es ist darauf zu achten,  dass Leistungsauftragsziele direkt und klar formuliert werden und eindeutig überprüfbar sind.

Die Trägerbeiträge in der Leistungsperiode 2018-2020 werden trotz ausgewiesenem und anerkannten Mehrbedarf gemäss  Entwicklungs- und Finanzplan 2016-2020 der FHNW (Bezug Campus  Muttenz sowie Entwicklungskosten der Pädagogischen Hochschule) nicht angehoben. Die FHNW arbeitete in ihrem Antrag zwei Sparszenarien aus. Der Finanzierungsbedarf für die Leistungsperiode 2018 - 2020 konnte gegenüber der Vorperiode um CHF 6 Mio. auf CHF 677 Mio. verringert werden. Ihre strategische Entwicklung finanziert die FHNW selbst aus ihrem Eigenkapital im Umfang von CHF 12 Mio. Die IPK FHNW anerkennt die Bereitschaft und den Willen der FHNW, ihren Teil zu den nötigen Sparmassnahmen beizutragen.

Insgesamt beurteilte die IPK FHNW das Resultat der Verhandlungen als positiv. Entsprechend empfiehlt sie den kantonalen Parlamenten einstimmig, den Leistungsauftrag zu genehmigen und den jeweiligen Kredit zu sprechen.

Genehmigung des Jahresberichts 2016 der Fachhochschule Nordwestschweiz

Die Interparlamentarische Kommission der Fachhochschule Nordwestschweiz (IPK FHNW) hat an ihrer letzten Sitzung den Bericht über die Erfüllung des Leistungsauftrags für das Jahr 2016 beraten und beantragt den kantonalen Parlamenten, diesen zu genehmigen.

Die insgesamt positive Entwicklung widerspiegelt sich in der Studierendenbefragung 2016. Die letzte Befra- gung fand 2013 statt. Befragt wurden alle Bachelor- und Masterstudierenden im letzten Studienjahr. Bei einer Rücklaufquote von 44,5% (2013: 40%) beurteilten 80,6% der Studierenden (78,1%) das Studium an der Fach- hochschule als positiv.

Die IPK FHNW hat kritisch angemerkt, dass die Strategische Initiative Unternehmertum etwas substanzlos er- scheint. Die Kommission wird sich den aktuellen Stand und die Fortschritte aller vier im Jahr 2015 formulierten Strategischer Initiativen Ende 2017 vorstellen lassen.

Die Fachhochschule Nordwestschweiz wächst kontinuierlich. Gegenüber 2015 konnte ein Studierendenwachs- tum von 6 % verzeichnet werden. So verfügt die Fachhochschule Nordwestschweiz per 15. Oktober 2016 über 11‘888 Studierende. Das Wachstum wurde hauptsächlich in den Hochschulen für Wirtschaft und für Pädagogik erzielt. Der Anteil des Selbstfinanzierungsgrads der Fachhochschule Nordwestschweiz macht erstmals mehr als die Hälfte aus. Inklusive Bundessubventionen konnte der Wert auf 50,4% gesteigert werden.

Das Jahr 2016 kann als erfolgreich bezeichnet werden. Das Finanzergebnis wird von der IPK FHNW mit Blick auf die erfolgreiche Akquisition von Drittmitteln, die erneute Senkung der durchschnittlichen Studierendenkosten pro Kopf (2,5%) und dem Ertragsüberschuss von CHF 6,5 Mio. als sehr gut beurteilt.

Insgesamt erachtet die IPK FHNW den Leistungsauftrag für das Jahr 2016 als erfüllt. Entsprechend beantragt die interkantonale Kommission den kantonalen Parlamenten, den Bericht über die Erfüllung des Leistungsauf- trags im Jahr 2016 zu genehmigen.

Für Rückfragen:
Grossrätin Martina Bernasconi (BS), Präsidentin der Interparlamentarischen Kommission der Fachhochschule Nordwestschweiz, Tel. 078 893 87 77

Weitere Informationen.

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