Vorlage an den Landrat


5. Bauprojekte

5.1 Gymnasium Liestal


5.1.1 Heutige Situation


Die Gebäude des Schulhausensembles des Gymnasiums Liestal (Friedensstrasse 20) wurden in den Jahren 1967 - 1970 erbaut. Im Jahre 1996 erfolgte eine Erweiterung mit Klassen- und Fachunterrichtsräumen. Vor einigen Jahren wurden die Dächer aller Bauten saniert. Die Gebäudehüllen der Bauten aus den 60er Jahren weisen, verursacht durch den natürlichen Alterungs- und Nutzungsprozess wie auch durch die damals üblichen Werkstoffe folgende Schäden und Mängel auf:




5.1.2 Geplante Massnahmen


Durch den Ersatz der Fensterfronten und Sonnenschutzanlagen sollen die Gebrauchstauglichkeit und die Funktionalität dem Stand der Technik angepasst werden. Grundlagen für die Instandsetzung bilden ausgearbeitete Zustandsanalysen. Um die Gebrauchstauglichkeit für weitere 30 Jahre zu gewährleisten, drängen sich folgende Massnahmen auf:




5.1.3 Termine


Die Instandsetzungsarbeiten werden in drei Etappen auf drei Jahre (Klassen-, Haupttrakt, Sporthalle) aufgeteilt. Vorbereitungsarbeiten erfolgen bereits während der Schulzeit, mit Beginn der Sommerferien werden die Arbeiten für die Altlastentsorgung ausgelöst, nachfolgend der Einbau der Fensterfronten mit neuem Brüstungselement und Elektroverkabelung. Insgesamt ist für eine Etappe ein Zeitbedarf von 2 - 3 Monaten nötig resp. beim Haupttrakt erweitert sich die Bauzeit bis auf 5 Monate. Für eine befristete Auslagerung der Schüler ist ein Provisorium mit Schulcontainern bereitzustellen.




5.1.4 Investitionskosten


Schweizer Baupreisindex 1998 = 100 Punkte
Region Nordwestschweiz
Index April 2007 = 112.8 Punkte
Die Kosten wurden aufgrund von Unternehmerofferten und Erfahrungswerten ermittelt. Die Kosten weisen einen Genauigkeitsgrad von ± 10% auf.


Anlagekosten Gymnasium Liestal Total




5.2 Zeughaus Liestal


5.2.1 Heutige Situation


Die Gebäudehülle des Hauptgebäudes des Zeughauses Liestal (Oristalstrasse 100a) mit Zwischentrakt und Anbau wurde in den Jahren 1968 - 69 erstellt. Nach einer Nutzungsdauer von über 35 Jahren weist die Hülle verschiedene Mängel und Schäden auf. Insbesondere auf einen natürlichen Alterungs- und Nutzungsprozess ist zurückzuführen:


Die Aussentüren und Tore sind der Witterung ausgesetzt. Neben sichtbaren Korrosionsstellen sind diese Elemente reparaturanfällig, wartungsintensiv und führen zu erheblichen Wärmeverlusten. Der Windfang beim Haupteingang entspricht bezüglich Wärmeverlusten nicht mehr dem heutigen Standard. Ebenfalls widerspricht die heutige Situation Art. 108 des Raumplanungs- und Baugesetzes, welcher verlangt, dass Bauten und Anlagen mit Publikumsverkehr auch Behinderten zugänglich sind.


Aufgrund der Schliessung der Werkstätten des Zeughausbetriebs auf Ende 2006 werden die frei werdenden Räumlichkeiten im Untergeschoss, Erdgeschoss und teilweise im 1. Stock des Gebäudes Oristalstrasse 100a einer neuen Nutzung zugeführt. Für die dafür notwendigen Massnahmen wird im Laufe des Jahres 2008 eine separate Landratsvorlage unterbreitet. Die Abstimmung der baulichen Arbeiten der beiden Vorlagen ist gewährleistet.




5.2.2 Geplante Massnahmen


Grundlage bildet eine im Jahre 2001 erstellte Zustandsanalyse. Um die Funktions- und Gebrauchstauglichkeit weitere 30 Jahre gewährleisten zu können, drängen sich folgende Instandsetzungsmassnahmen auf:




5.2.3 Termine


Die Instandsetzungsarbeiten können nur in der Zeit von Frühling bis Herbst durchgeführt werden (Temperatur- und Feuchteabhängigkeit). Bei einer Vorlaufzeit für die Ausschreibung und die Werkplanung der Bauarbeiten von rund 6 Monaten können die Instandsetzungsarbeiten innerhalb von 5 Monaten umgesetzt werden.




5.2.4 Investitionskosten


Schweizer Baupreisindex 1998 = 100 Punkte
Region Nordwestschweiz
Index April 2007 = 112.8 Punkte
Die Kosten wurden aufgrund von Unternehmerofferten und Erfahrungswerten ermittelt. Die Kosten weisen einen Genauigkeitsgrad von ± 10% auf.


Anlagekosten Zeughaus Liestal Total




5.3 Gewerblich-industrielle Berufsfachschule Muttenz


5.3.1 Heutige Situation


Die Gebäude der Gewerblich-industriellen Berufsfachschule (GIBM), Hauptgebäude und Werkstättentrakt mit Energiezentrale, an der Gründenstrasse 46 in Muttenz, wurden in den Jahren 1969 - 1972 zeitgleich mit den Gebäuden der heutigen Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) erbaut. Die Hülle des Hauptgebäudes der FHNW wurde bereits in den Jahren 1992/93 teilsaniert. Nun sollen die Gebäude der GIBM ebenfalls instand gesetzt werden. Bereits vor einigen Jahren wurde das Flachdach erneuert.


Nach einer Nutzungsdauer von über 30 Jahren weisen die Gebäudehüllen ähnliche Mängel und Schäden auf wie vor der Instandsetzung die Hülle des Hauptgebäudes der FHNW:




5.3.2 Geplante Massnahmen


Mit einer Sanierung der Gebäudehülle soll eine interventionsfreie Nutzung für die nächsten 25 bis 30 Jahre erreicht werden. Durch die Auswechslung der Fenstergläser in den Vertikal-Schiebeelementen und den Ersatz des Kippflügels durch ein wärmegedämmtes Paneel wird das Isoliervermögen wesentlich verbessert. Eine Auswechslung der Fensterrahmen wird nicht vorgenommen, da mit dem Ausbau der Fensterrahmen tiefgreifende bauliche Massnahmen notwendig werden, d. h. Rückbau auf die Tragwerksstruktur. Es wäre mit massiven Mehrkosten zu rechnen.


Die Betonsanierung gewährleistet, neben einer ästhetischen Aufwertung, dass künftig keine Betonabplatzungen mehr auftreten werden und die Fassade dicht und resistent gegenüber eindringendem Wasser sein wird.


Grundlage zur Wiederherstellung der Funktions- und Gebrauchstauglichkeit bildet eine Zustandsanalyse aus dem Jahre 1988/90 ergänzt um Inspektion und Laboruntersuchung aus dem Jahre 2007. Folgende Instandsetzungsmassnahmen sind vorgesehen:




5.3.3 Termine


Verschiedene, lärmintensive Arbeiten wie Spitzarbeiten an der Fassade und Schadstoffentsorgung können nur ausserhalb des Schulbetriebs bzw. während den Schulferien vorgenommen werden. Für die übrigen Arbeiten ist ein mit dem Schulbetrieb koordiniertes Vorgehen unumgänglich. In der Planungs- und Vorbereitungsphase sind durchdachte Abläufe und der exakte zeitliche Aufwand festzulegen. Demzufolge ist der Beginn der Instandsetzungsarbeiten unter Berücksichtigung des Ferienkalenders vor den Frühlingsferien zu terminieren und nach den Herbstferien abzuschliessen.


Bei einer Vorlaufzeit von rund 6 Monaten für die Ausschreibungs- und Werkplanungsphase können die Instandsetzungsarbeiten innerhalb von 9 Monaten umgesetzt werden.




5.3.4 Investitionskosten


Schweizer Baupreisindex 1998 = 100 Punkte
Region Nordwestschweiz
Index April 2007 = 112.8 Punkte
Die Kosten wurden aufgrund von Unternehmerofferten und Erfahrungswerten ermittelt. Die Kosten weisen einen Genauigkeitsgrad von ± 10% auf.


Anlagekosten GIB Muttenz Total




5.4 Sporthalle Gymnasium Oberwil


5.4.1 Heutige Situation


Die Sporthalle des Gymnasiums Oberwil (Allschwilerstrasse 100) wurde zusammen mit den übrigen Gebäuden in den Jahren 1971 - 1973 erbaut. Die Dächer sind wärmetechnisch im 2005 saniert worden. Die Fensterfronten sind in einem schlechten Zustand, eine Sanierung der bestehenden Substanz ist nicht mehr möglich. Es sind folgende Mängel vorhanden:




5.4.2 Geplante Massnahmen


Die Sanierung der Gebäudehülle umfasst den Ersatz der Fensterfronten durch folgende Massnahmen:




5.4.3 Termine


Für die Ausführung der Arbeiten wird eine Bauzeit von mindestens 6 Wochen budgetiert. Die Umsetzung sollte idealerweise in den Sommerferien erfolgen. Andernfalls sind die Arbeiten zu etappieren. Als Folge könnte jeweils nur eine Turnhalle genutzt werden. Bei der Behandlung der Landratsvorlage Gymnasium Oberwil (LRV 2005/214) in der BPK wurde verlangt, dass im Jahre 2008 die Glasfronten der Sporthalle als ergänzende Massnahmen zu erneuern seien.




5.4.4 Investitionskosten


Schweizer Baupreisindex 1998 = 100 Punkte
Region Notdwestschweiz
Index April 2007 = 112.8 Punkte
Die Kosten wurden aufgrund von Unternehmerofferten und Erfahrungswerten ermittelt. Die Kosten weisen einen Genauigkeitsgrad von ± 10% auf.


Anlagekosten Gymnasium Oberwil Total


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