2007-68


Nach der deutlichen Annahme des Uni-Vertrages durch den Baselbieter Souverän wurden in Basel-Stadt sofort Stimmen laut, die seitens unseres Kantons mehr Geld für das Theater Basel fordern. Vereinzelt wurde sogar eine gemeinsame Trägerschaft gefordert.

Unser Kanton subventioniert das Theater Basel bereits mit rund 4 Millionen Franken jährlich, und ein weiterer grosser Betrag wird auch von unser Kantonalbank an das Theater Basel überwiesen. Dies, obwohl diese städtische Kulturanstalt in der Regel nur von einer Minderheit der regionalen Bevölkerung frequentiert wird. Statt sich mit einer mehrheitsfähigen Programmgestaltung im potentiellen Publikum besser und wirtschaftlich erfolgreicher zu verankern, profiliert sich das Theater Basel oftmals lieber mit sozial- und gesellschaftskritischen Problemstücken und mit fragwürdigen, ja skandalträchtigen Inszenierungen. Streng genommen würde sich eher die Frage stellen, ob unser Kanton hier nicht Steuergelder verschwendet!


Für den Fall, dass unsere Regierung die Erhöhung unseres Theaterbeitrages erwägen sollte respektive eine gemeinsame Trägerschaft tatsächlich ernsthaft ins Auge gefasst würde, lade ich den Regierungsrat ein, das regionale Theaterschaffen ganzheitlich zu betrachten und ein Konzept zu erarbeiten, das auch die Förderung der vielen Baselbieter Dorf- und Laientheater beinhaltet. Die letzteren erbringen jahrein, jahraus auf freiwilliger und in der Regel ehrenamtlicher Basis eine grossartige Leistung. Im Gegensatz zum elitären, mit nahezu 40 Millionen Franken von der öffentlichen Hand subventionierten Theater Basel, bereiten diese Laienbühnen einerseits und weitere, vornehmlich privatwirtschaftlich geführte und getragene Theaterinstitutionen andrerseits einem grossen Publikum in der Region Freude und künstlerischen Genuss.


Im Hinblick auf eine allfällige gemeinsame Trägerschaft des Theaters Basel ersuche ich den Regierungsrat des Weiteren, das Parlament frühzeitig in den Entscheidungsprozess einzubeziehen und nicht wieder vor vollendeten Tatsachen zu stellen, wie dies beim Staatsvertrag zur Uni Basel leider geschehen ist.



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