2007-63


Die Nutzung von Solarenergie zwecks Wärme- oder Stromgewinnung (Photovoltaik) ist eine von diversen neuen Möglichkeiten, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und gleichzeitig den CO2 Ausstoss zu mindern. Im Vordergrund der heute auch ökonomisch interessanten Anwendung der Solarenergie steht die Wärmegewinnung für das Brauchwasser sowie die Heizungsunterstützung im Niedertemperaturbereich bei Bodenheizungen. Es ist nachweisbar belegt, dass damit bei einem Einfamilienhaus zwischen 60 - 70% der benötigten Wärmeenergie im Verbund mit Wärmedämmungsmassnahmen erreicht werden kann. Die Photovoltaik zwecks Stromgewinnung hat beim Wirtschaftlichkeitsgrad im Vergleich zu anderen Stromerzeugungsarten noch ein beachtliches Defizit aufzuweisen. Dennoch ist anzunehmen, dass mit der technischen Weiterentwicklung und einer breiten Anwendung sich die vorhandene ökonomische Differenz vermindern wird. Um die Förderung der Photovoltaik und damit der Erzeugung von erneuerbarer Stromenergie zu verbessern, sollte überlegt und umgesetzt werden, wie daraus erzeugter Strom ins Stromnetz abgegeben und entschädigt werden kann. Für beide Solarenergieanwendungen gibt es im In- wie im Ausland Beispiele von wirksamen Förderungsmassnahmen; z.B. im Kanton Aargau ist für Solarkollektoren auf Dächern bis zu 10m2 Fläche keine Baubewilligung nötig; im benachbarten Baden-Württemberg besteht für die Stromwerke eine Stromabnahmeverpflichtung und - entschädigung für private Photovoltaikanlagen. Im Kanton Basel-Landschaft besteht die Förderung lediglich aus einem staatlichen Beitrag von ca. 10% des Beschaffungspreises für solartechnische Anlagen. Im letzten Jahr hat sogar die Verhinderung von Solaranlagen basierend auf dem Baugesetz in der Gemeinde Blauen Schlagzeilen gemacht, indem von der BUD verlangt wurde, einen Solarkollektor in der Kernzone aus denkmalschützerischen Überlegungen zu entfernen. Die SVP meint, dass man nun aufgrund der sich abzeichnenden Energieverknappung die erneuerbaren Energien zielgerichtet fördern und auf behindernde Vorschriften verzichten muss.

Der Regierungsrat wird beauftragt,


die gesetzlichen Grundlagen im Baugesetz wie folgt zu ergänzen:


Die Installation von Solarkollektoren und Solarzellenpannels bis zu einer Fläche von 25 % der gesamten Dachfläche von der Baubewilligungspflicht zu befreien (vorbehältlich zwingender Gründe z.B. denkmalgeschützte Gebäude, Solarflächenanlagen nicht an die Dachfläche angeschmiegt, u.a.)



Back to Top