2007-117


Am Mittwoch, 2. Mai erhielten Madeleine Göschke und Jürg Wiedemann bei den Industriellen Werken Basel (IWB) Einsicht in die bisher verheimlichten Listen der Mischwasseruntersuchungen 2006. Es handelte sich dabei um 11 Blätter im Format A3. Auf jeder Seite sind geschätzt etwa 50 Substanzen aufgeführt. Ein kleiner Teil ist mit Namen bezeichnet, der grössere Teil jedoch mit "unbekannte Substanz" beschriftet. Auch Käthy Aellen, Präsidentin des "Forums besorgter TrinkwasserkonsumentIn-nen" (FbTK) und Hans Z`Graggen vom "Aktionskomitee Chemiemüll weg!" haben am Tag der offenen Tür der IWB diese Dokumente eingesehen.

Mit grossem Befremden haben die erwähnten Personen Folgendes feststellen müssen:


Im IWG-Bericht "Ergebnisse der Wasseruntersuchungen 2006" vom 8.2.2007, den die Behörden erhalten haben, erwähnen die IWB 12 Screeninguntersuchungen des Trinkwassers der Hardwasser AG (sog. Mischwasser, vgl. IWB-Bericht Anhang B 3.1. und B 3.2.). Die Screening-Resultate vom 7.2.2006 und vom 26.6.2006 finden sich im Bericht der IWB an die Behörden nicht. Darin weisen die IWB für das Jahr 2006 nur 7 unbekannte Substanzen aus, die sie in den Trinkwasserproben gefunden hätten (vgl. Anhang B 3.2.). Die Konzentration dieser ausgewiesenen Substanzen bewegt sich von 112 - 534 ng/l. Die oben erwähnte, unbekannte Substanz mit einer Konzentration von 6789 ng/l erwähnen die IWB auch an dieser Stelle nicht. Mit andern Worten: Die IWB / Hardwasser AG schei-nen die stark mit Schadstoffen belasteten Screening-Analyse-Resultate den Behörden nicht zu mel-den. Diese zurückbehaltenen Analysenergebnisse belasten das Trinkwasser zum Teil rund 25 Mal stärker als die durchschnittlichen Trinkwasserproben, welche IWB / Hardwasser AG 2005 gegenüber den Behörden ausgewiesen hat.


Unser Trinkwasser ist offensichtlich weitaus stärker belastet als dies die IWB und die Hardwasser AG gegenüber der Regierung und dem Parlament immer behauptet haben. Die IWB hat nicht nur die Existenz dieser Daten verheimlicht, sondern auch Regierung und Parlament bezüglich Höhe der vorhandenen Konzentrationen falsch informiert.


Ich bitte die Regierung um schriftliche Beantwortung folgender Fragen:



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