2007-112


Die Schweizer Bürger und Bürgerinnen zwischen 16 und 18 Jahren sollen im Kanton Basel-Landschaft das aktive Stimm- und Wahlrecht erhalten. Der Regierungsrat wird eingeladen, eine entsprechende Vorlage auszuarbeiten.

Allenthalben wird über ein zu geringes Interesse der Jugend für Gesellschaft und Politik geklagt. Es gibt aber nicht nur Jugendliche, die den Belangen der Gemeinschaft den Rücken kehren. Es gibt auch solche, die mitwirken wollen, es aber (noch) nicht können. Die Forderung nach einer Senkung des Stimm- und Wahlrechtalters, die in verschiedenen Kantonen im Gespräch ist und nun im Kanton Glarus durchgesetzt wurde, beweist dies eindrücklich.

Auch im Baselbiet soll den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, sich aktiv und in Mitverantwortung in die politischen Entscheidungen einzubringen. Zwar ist nicht zwingend davon auszugehen ist, dass damit die durchschnittliche Stimmbeteiligung angehoben wird. Gestärkt werden damit aber die Motivation zur Beteiligung und das Verantwortungsgefühl von Jugendlichen. Die Möglichkeit der aktiven Partizipation der Jugendlichen trägt dazu bei, dass diese sich vermehrt für politische Belange interessieren und auch bereit sind, Verantwortung für die gesellschaftliche Entwicklung zu übernehmen. Dieses politische Interesse und Engagement ist unverzichtbar für eine lebendige Demokratie.
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