2006-251


Der Berufsauftrag für Lehrkräfte schreibt bei einer 100%-Anstellung eine Jahresarbeitszeit von knapp 2'000 Stunden vor. 85% dieser Zeit investieren die Lehrkräfte fürs eigentliche Unterrichten sowie Vor- und Nachbereitung des Unterrichtes; die restlichen 15% betreffen Konferenzen, Arbeiten für das Klassenlehramt, individuelle Betreuung von Schüler/innen, Elterngespräche, Weiterbildung, Schulentwicklung usw. Über diese 15% führen die Lehrkräfte eine Agenda.

In verschiedenen Artikeln der Tageszeitungen baz und BZ und im Organ des Lehrerverbandes wurde berichtet, dass die tatsächliche Arbeitszeit von Lehrkräften teilweise wesentlich mehr als 2'000 Stunden beträgt. Die überdurchschnittlich hohe Belastung sei mit ein Grund, weshalb sehr viele Lehrkräfte oft lange vor der ordentlichen Pensionierung an Burnout leiden und zum Teil während längerer Zeit krank geschrieben werden oder den Lehrerberuf ganz aufgeben müssen. Die dadurch entstehenden volkswirtschaftlichen Kosten sind für den Kanton, der für Krankheitsausfälle nicht versichert ist, erheblich.


Ich bitte den Regierungsrat, die im vergangenen Schuljahr 2005/06 durchgeführte „Agendaführung" zusammen mit den Sozialpartnern auszuwerten, um eine fundierte Aussage über die durchschnittlich geleistete Arbeitsdauer und die Belastung von Lehrkräften zu erhalten.



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