2006-315


In sehr vielen kleineren, mittleren und grösseren Heizanlagen in unserem Kanton wird mit dem C02 - neutralen, natürlichen Rohstoff Holz Wärme produziert. Bei dieser sehr ökologischen Art der Energiegewinnung entsteht am Schluss Asche. Diese Pflanzenasche enthält vor allem Kalzium, Kalium, Magnesium und Phosphor. Heute muss die Asche auf Reaktordeponien entsorgt werden.

Die Rückführung dieser Nährstoffe in den Wald und auf das Feld wären aus ökologischer Sicht sehr sinnvoll, zumal der Überschuss an Holzasche aus Holzschnitzelfeuerungen in der Schweiz stetig zunimmt (1999: 25 000 Tonnen). Es wäre mehr als sinnvoll, die stickstoffarme Holzasche im Sinne eines Recyclings für die Aufrechterhaltung der Bodenfruchtbarkeit und die damit verbundene, nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes zu nutzen.


Aber auch in der Landwirtschaft wäre ein Einsatz sinnvoll. Ist sie doch weltweit der grösste Verbraucher von Phosphor. Für die Herstellung von Mineraldünger muss Phosphor in bergmännischen Verfahren abgebaut werden. Weltweit gibt es bei konstantem Verbrauch noch abbaubare Reserven für die nächsten 80 Jahre. Berücksichtigt man die aktuell steigende Tendenz, dürften die Vorräte sogar noch früher erschöpft sein. Es besteht somit ein weiteres Interesse, Phosphor aus Asche wieder in den Produktions-Kreislauf einzubringen.


Ich bitte die Regierung zu prüfen und zu berichten, welche gesetzlichen Grundlagen geändert werden müssen und welche technischen Massnahmen nötig sind, damit in Zukunft Asche wieder in Feld und Wald als natürliches Düngemittel ausgebracht werden kann.



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