2006-268


Wenn Sekundarlehrkräfte mit abgeschlossener Ausbildung an einer Sekundarschule unterrichten, werden sie heute in die Lohnklasse 10 eingestuft. Besitzen die an einer Sekundarschule unterrichtenden Lehrkräfte hingegen die höhere Gymnasiallehrerausbildung, werden sie in die Lohnklasse 11, also eine tiefere Lohnklasse eingeteilt. Diese Lohneinreihung führt zur grotesken Situation, dass fachlich und methodisch besser qualifizierte Lehrkräfte für eine identische Schulstunde an der Sekundarschule einen tieferen Lohn erhalten als Sekundarlehrkräfte. Sie werden quasi dafür bestraft, dass sie als Gymnasiallehrkraft über eine qualifiziertere Ausbildung verfügen.

Diese Lohndifferenz wird damit erklärt, dass Sekundarlehrkräfte gemäss ihrer ordentlichen Ausbildung befähigt sind drei Fächer, Gymnasiallehrkräfte hingegen in der Regel nur zwei Fächer zu unterrichten. Aber selbst wenn eine in drei Fächern ausgebildete Sekundarlehrkraft nur ein oder zwei Fächer unterrichtet oder Gymnasiallehrkräfte durch eine ein- oder zweijährige Weiterbildung die Lehrberechtigung in weiteren Fächern erlangen, hat dies keine Angleichung und Gleichstellung der Lohneinreihung zur Folge. Nach wie vor verdienen die besser qualifizierten Gymnasiallehrkräfte, die an einer Sekundarschule angestellt sind, einen tieferen Lohn als die Sekundarlehrkräfte für die identische Unterrichtsstunde.


Ich bitte den Regierungsrat die Lohneinreihung der fachlich und pädagogisch ausgebildeten Gymnasiallehrkräfte, die an einer Sekundarschule unterrichten, so zu korrigieren, dass eine Gleichstellung mit den Sekundarlehrkräften erreicht wird.



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