2006-48


Mit Besorgnis nimmt der Kanton Baselland die folgende Information des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) aus der Broschüre «Feinstaub macht krank» zur Kenntnis:

«Nach wie vor werden die Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung für Feinstaub, Stickstoffoxiden und Ozon regelmässig und grossflächig überschritten. Am stärksten betroffen sind gut drei Millionen Menschen in den Städten und Agglomerationen sowie entlang von viel befahrener Strassen, deren Atemluft übermässig mit lungengängigen Partikeln belastet ist. Winzige Bestandteile des Feinstaubs - wie zum Beispiel der Krebs erregende Dieselruss - lagern sich nicht nur in der Lunge ab, sondern können auch ins Blut gelangen und so eine Vielzahl von teils schwer wiegenden Krankheiten begünstigen. Allein in der Schweiz sterben dadurch jedes Jahr 3'700 Menschen frühzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung. (...) Die Feinstaubbelastung der Atemluft ist damit eines der gravierendsten Umweltprobleme - und zwar ganz ausgeprägt in den dicht besiedelten Regionen. Zum Schutz unserer Gesundheit müssen die heutigen Feinstaubemissionen in den nächsten Jahren halbiert werden. Zudem ist der Krebs erzeugende Dieselruss so weit wie möglich zu vermindern. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind deshalb aufgerufen, möglichst rasch alle technischen und organisatorischen Möglichkeiten zur Reduktion der Partikel auszuschöpfen.» (Editorial von Philippe Roch, Direktor Buwal, Bern 2005)


Der Landrat fordert die Regierung des Kantons Baselland auf, ein konkretes Massnahmenpaket auszuarbeiten, mit welchem die zu hohe Feinstaubbelastung nachhaltig reduziert werden kann.


Die Bevölkerung wird aufgerufen, bei zu hoher Feinstaubbelastung freiwillig auf unnötige Fahrten mit ihrem Auto sowie auf Cheminéefeuerung zu verzichten.



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