2005-81

Die Entwicklung der Stundenpläne an unseren Volksschulen und bei den weiterführenden Schulen ist von einem wünschbaren Angebot gekennzeichnet, das vielfach in der zur Verfügung stehenden Schulzeit in den Stundenplänen nicht vollständig berücksichtigt werden kann. Mit anderen Worten: Es steht für verschieden Fächer immer wieder zuwenig Zeit zur Verfügung. Beispiele wie Handwerksunterricht, Schwergewichtsbildung in Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen sind im Landrat immer wieder Gegenstand von Diskussionen und Vorstössen.

In diesem Umfeld ist es schwer verständlich, dass Lehrerkonferenzen auf kantonaler und regionaler Stufe in der ordentlichen Unterrichtszeit angesetzt werden und dadurch der Unterricht an den Schulen ausfällt. So neustens wieder bei den, von der BKSD obligatorischen anberaumten (Weiterbildungs-) Veranstaltungen vom Montag 21. bis Mittwoch 23. März 2005. (u.a. für die Einführung des Stufenlehrplans der Sekundarschule).

In der kürzlich im Landrat heftig diskutierten Vorlage über die Pflichtlektionenzahl für Lehrpersonen wurde eindeutig festgehalten, dass das Wochenstundenäquivalent für die Lehrerschaft 42 Stunden beträgt, wovon 85% Unterrichtszeit (inkl. Vor- und Nachbereitung) und 15 % für weitere Aufgaben, u.a. Schulentwicklung und Weiterbildung vorgesehen ist.

Es ist deshalb angezeigt, dass Lehrerkonferenzen und andere für obligatorisch erklärte Weiterbildungsveranstaltungen in der ordentlichen Arbeitszeit, aber ausserhalb der ordentlichen Unterrichtszeit, durchzuführen sind. Diese Massnahme liegt eindeutig im wahrzunehmenden Interesse der Schülerinnen und Schüler, damit die verfügbare Unterrichtszeit voll ausgeschöpft und die Lehrinhalte optimal vermittelt werden können.

Auch die Schule kommt um eine sorgfältige Optimierung der ihr zur Verfügung stehenden Zeit für den Unterricht nicht mehr herum.

Der Regierungsrat wird beauftragt,
einen Beschluss zu erarbeiten, der die optimale Ausnützung der vorhandenen Unterrichtszeit sicherstellt. Insbesondere die Lehrerkonferenzen und -schulungen sind ausserhalb der ordentlichen Unterrichtszeit anzusetzen.



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