2005-102

Vermehrt werden im Kanton Energie sparende Gebäude gebaut. All diese modernen Gebäude erfahren durch die geltenden Baugesetze eine Benachteiligung. Da für die Berechnung der Bebauungsziffer, der Ausnutzungsziffer sowie der Gebäudehöhe immer die Gebäude-Aussenmasse zählen, findet die Dicke der Wärmedämmung keine Berücksichtigung. Damit entsteht ein Konflikt zwischen Bebauungsfläche, Ausnutzungsfläche, Gebäudehöhe einerseits und der Dicke der Wärmedämmung von Wand, Dach und Boden andererseits.

Wer Energie sparende Gebäude bauen will, muss mit den geltenden Berechnungsverfahren auf Nutzfläche und Geschosshöhe verzichten, was einer Bestrafung gleichkommt. Oder anders ausgedrückt, die geltenden Baugesetze fördern einseitig Bauten mit den minimal vom Gesetz tolerierten Dämmstärken.


Energie sparende Gebäude wie beispielsweise Passivhäuser oder Plusenergiebauten mit teilweise über 30 Zentimeter Dämmstärke bringen grosse Vorteile für die Region wie Innovationsimpulse für das Baugewerbe, Verminderung des Schadstoffausstosses und damit weniger Umweltbelastung sowie Verminderung der Auslandabhängigkeit von Energieträgern. Es ist sehr schade, dass Bautragende solcher Zukunftshäuser die genannten Nachteile auf sich nehmen müssen.


Wir bitten den Regierungsrat deshalb zu prüfen und berichten,


Back to Top