2004-245

(VO BBZ vom 4. Mai 04)


Die neue Verordnung, die das bisherige schulische Bewertungssystem ablöst, wurde vor allem geschaffen, um einer ganzheitlichen Beurteilung der Lernenden Rechnung zu tragen. Wie in der Elternbroschüre zu dieser Verordnung festgehalten, sind Aussagen über Sozialkompetenz, Lern- und Arbeitsverhalten in der heutigen Arbeitsweit und der Gesellschaft gefragter denn je.


Die neue Verordnung verlangt von den Lehrkräften eine dezidierte Beurteilung dieser Komponenten. Ob ihrer Wichtigkeit durfte man annehmen, dass diese Beurteilung auch im Jahreszeugnis ihren Niederschlag findet und nicht nur im Beurteilungsgespräch Mitte des Jahres zwischen Eltern und Lehrkraft. Doch dem ist nicht so. Im Zeugnis, das den Kindern am Schuljahresende abgegeben wird, werden lediglich Noten für die Fächer Deutsch, Mathematik und "Mensch und Umwelt' gesetzt sowie Prädikate für weitere Fächer. Aussagen über Sozialkompetenz, Lern- und Arbeitsverhalten sind nicht vorgesehen. An einer Tagung, an der rund 80 Lehrkräfte des Laufentals über die neue Verordnung orientiert wurden, hielten diese einstimmig fest, dass diese drei letztgenannten Komponenten im Zeugnis festgehalten werden sollten. Da beim Zustandekommen dieses Begehrens ev. ein weiteres (loses) Blatt in die Zeugnishülle eingelegt werden müsste, wurde zugleich auch der Wunsch nach einem Zeugnis in gebundener Form geäussert.


Antrag
Ich bitte den Regierungsrat um Überprüfung der Verordnung in dem Sinne, dass auch wertende Aussagen über das soziale Verhalten sowie das Lern- und Arbeitsverhalten im Zeugnis festgehalten werden sollen.



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