2004-69

Rund ein Fünftel der Einwohnerinnen und Einwohner unseres Landes haben keinen Schweizerpass und sind somit nicht stimm- und wahlberechtigt. Viele von Ihnen leben schon seit Jahrzehnten in der Schweiz.


Ihre Kinder sind in der Schweiz geboren, sie wachsen hier auf, besuchen unsere Schulen, erlernen einen Beruf und sie sprechen perfekt Schweizerdeutsch - die Schweiz ist ihre Heimat. Sie erfüllen wichtige Arbeiten, bezahlen Steuern, engagieren sich in Musikvereinen und Sportclubs, gehen in die Kirche und arbeiten in der freiwilligen Feuerwehr mit. Sie gehören zu einer Gemeinde, einer Stadt, einem Kanton und sind Teil unserer Gesellschaft. Zu einer Gesellschaft gehören, bedeutet aber nicht nur Pflichten und Verantwortung übernehmen, sondern auch Rechte haben. Wir brauchen ihre politische Mitarbeit und Mitverantwortung bei der Lösung unserer Zukunftsprobleme. Unsere Demokratie lebt vom Engagement möglichst vieler Einwohnerinnen und Einwohner.


Die bessere Integration von Ausländerinnen und Ausländer wird allgemein gefordert. Ein wichtiger Schritt dazu wäre das Stimm- und Wahlrecht für Secondas und Secondos - den Ausländerinnen und Ausländern, die hier geboren und aufgewachsen sind.


Der Regierungsrat wird beauftragt, eine Vorlage zuhanden des Landrates auszuarbeiten, mit der die Kantonsverfassung in folgendem Sinne geändert wird:


Ausländerinnen und Ausländer, die in der Schweiz geboren sowie ununterbrochen in der Schweiz und seit mindestens einem Jahr im Kanton Baselland wohnhaft sind und die das 18. Altersjahr zurückgelegt haben, erhalten auf kantonaler Ebene das Stimm- und Wahlrecht



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