2004-104

Die zunehmenden IV-Fälle bei jungen Leuten stellen ein Problem dar. Heute passiert es nicht selten, dass junge Leute, gerade Einwanderer der zweiten Generation, keine geeignete Lehrstelle finden. In der Folge werden sie von ihren Eltern und der öffentlichen Hand unterstützt. Finden sie auch später keine Anstellung in einem Beruf, fühlen sie sich zurückgesetzt. Nun stellt man fest, dass diese Menschen, nicht ganz unerwartet, vermehrt zu IV-Fällen werden.


Eine unerfreuliche Entwicklung. Zur Abfederung des Problems soll unter anderem die Idee, schwächeren Jugendlichen bzw. ihren Lehrmeistern mit einem Prämiensystem einen Anreiz für die besonders aktive Förderung durch den Lehrbetrieb zu verschaffen, weiterverfolgt werden. Damit wird das Engagement auf beiden Seiten grösser.


Die Entwicklung bei den angebotenen Lehrstellen verläuft allerdings unterschiedlich. Wir müssen deshalb sicherstellen, dass auch Lehrstellen für handwerkliche Berufe in ausreichender Zahl und Qualität nicht nur angeboten, sondern bei Jugendlichen gefragt sind. Denn wenn die Attraktivität und das gesellschaftliche Ansehen angehoben werden, vergrössert sich der Erfolg. Lehrstellen bringen jedoch gerade für KMU-Betriebe, auf die man in diesen Bereichen angewiesen ist, noch immer eine hohe Belastung. Das wirkt auf das Angebot bremsend.


Die Regierung wird deshalb eingeladen:
Es ist ein Bericht zu erarbeiten, der verschiedene Möglichkeiten zur Erleichterung der Lehrlingsausbildung und die Erhöhung der Attraktivität aufzeigt. Dabei soll nicht zuletzt auf die Förderung des Handwerks und auf Anreizmethoden für die Förderung schulisch schwächerer Schülerinnen und Schüler Rücksicht genommen werden. Zudem sind Wege aufzuzeigen, wie administrative Belastungen, nicht zuletzt kleiner Betriebe, verringert werden können.



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