2004-131

In den letzten Jahren hat sich das für Tiere sehr giftige Jakobskreuzkraut auch in unserer Gegend stark verbreitet. Gelangen die Pflanzen frisch oder getrocknet in die Futterkette der Tierfütterung kann es zu schweren Vergiftungen oder sogar zum Tode von Rindern und Pferden führen. Schafe und Ziegen sollen etwas weniger empfindlich sein. Lieblingsstandorte des Jakobskreuzkrautes sind vor allem nährstoffarme und extensiv bewirtschaftete Oekoflächen. Aber auch Autobahnborde, Strassenränder und Geleiseanlagen bieten den Giftpflanzen beste Lebensbedingungen an. Nach dem verblühen in den Monaten Juli -August produziert jede Pflanze mehrere tausend Samen. Durch ihre Löwenzahnähnlichen Fallschirmchen und der mithilfe des Windes werden die Sämlinge über weite Distanzen in die Natur verfrachten. Die Samen können im Boden 12 bis 15 Jahre keimfähig bleiben. Der Kanton Baselland als Eigentümer grosser Flächen des bevorzugten Bodens des Krautes, steht damit auch voll in der Verantwortung, um die Weiterverbreitung der unerwünschten Pflanzen zu unterbinden. Die effizienteste und umweltfreundlichste Bekämpfung ist das ausreissen der Pflanzen vor dem Versamen. Das Sammelgut sollte sofort verbrannt werden.


Ich bitte den Regierungsrat um schriftliche Beantwortung folgender Fragen:


Ist sich der Regierungsrat dieser Problematik bewusst und sieht er entsprechenden Handlungsbedarf?


Wenn Ja: Wie gedenkt der Regierungsrat und die zuständige Amtsstelle aktiv zu werden und Massnahmen zu ergreifen um die weitere Ausbreitung des hochgiftigen Krautes zu unterbinden und reduzieren?


Werden allenfalls Gemeinden, Bahnbetreiber und Private zur Mithilfe zur Bekämpfung angehalten. Sowie die Bevölkerung über die Gefährlichkeit des Jakobskreuzkraut informiert und aufgeklärt?



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