2003-250 (1)


Ausgangslage

Die Vorlage beinhaltet zwei Vorhaben, zum einen die Sanierung der Schlammbehandlung auf der ARA Ergolz 2 in Füllinsdorf und zum anderen die Optimierung der Betriebsräume "Anlagen im Netz" auf der ARA Ergolz 2 in Füllinsdorf.


Gegenüber der Vorlage behandelt dieser Bericht die beiden Bereiche einzeln, um ein besseres Verständnis zu erzielen. Die Gemeinsamkeit der beiden Vorhaben ist ihr Standort auf der ARA Ergolz 2 in Füllinsdorf.


Beide Vorhaben wurden auf ihre Nachhaltigkeit überprüft. Die Auswertungen zeigen, dass beide Projekte eine nachhaltige Entwicklung fördern.




1. Schlammbehandlung


1.1. Ausgangslage


Die ARA Ergolz 2 in Füllinsdorf wurde im Jahre 1965 in Betrieb genommen. Die biologische Stufe wurde 1975 erweitert und 1992 bis 1995 umfassend saniert. Die Schlammbehandlung wurde ebenfalls 1965 in Betrieb genommen und 1985 durch eine Zentrifuge zur Entwässerung des Klärschlammes ergänzt. Die ARA Ergolz 2 reinigt jährlich, für 33'00 Einwohnerinnen und Einwohner, 6 Milliarden Liter Wasser. Die beiden Faultürme weisen Risse und undichte Stellen auf (Korrosionsschäden und Abplatzungen). Die Sicherheit kann mittelfristig nicht mehr gewährleistet werden. Die Schlammentwässerung ist ungenügend und verursacht hohe Kosten für Transport und Verbrennung.




1.2. Vorlage


Die Sanierungsmassnahmen belaufen sich auf 9,2 Mio. Franken, die Arbeiten werden in den Jahren 2004 bis 2006 realisiert.


Durch die verbesserte Schlammentwässerung kann das Volumen des Klärschlammes um ca. 50% reduziert werden, die Entsorgungskosten sinken somit pro Jahr um ca. Fr. 100'000.-- und die Fahrten zur Verbrennung nach Basel können von 450 auf 150 reduziert werden. Das Faulgas wird neu in die Erdgasleitung gespiesen, da der Vertrag aus dem Jahr 1989 mit der ADEV, welche das Faulgas in einem Blockheizkraftwerk zu Strom umwandelt, ausgelaufen ist.


Die bestehenden Gebäude werden weiter genutzt, ins Gesamtkonzept integriert und, wo möglich, saniert. Nach der Sanierung könnten die Betriebskosten der ARA Ergolz 2 um Fr. 180'000.- bzw. 10% gesenkt werden.




1.3. Kommissionsberatung


Die Umweltschutz- und Energiekommission hat an zwei Sitzungen, am 15. März und am 19. April 2004, die Vorlage 2003/250 beraten. Unterstützt wurde die UEK von Frau Regierungsrätin Elsbeth Schneider-Kenel, Toni von Arx, Leiter Amt für Industrielle Betriebe, und Christoph Bitterli, Bereichsleiter Betrieb Abwasseranlagen.


An einem Ortstermin in Füllinsdorf wurden wir über das Projekt und die Schäden informiert. Die Kommission konnte sich bei einem Rundgang von den Schäden selber überzeugen lassen.


Die Kommission beriet über die Notwendigkeit und die Finanzierung des Projektes. Ferner waren viele technische Details Gegenstand der Diskussionen.




2. Anlagen im Netz


2.1. Ausgangslage


Die Abteilung Anlagen im Netz (AN) mit neun Mitarbeitenden ist heute an zwei verschiedenen Standorten (Füllinsdorf und Bubendorf) untergebracht und arbeitet in engsten und seit Jahren provisorischen Räumen. Heute ist die Effizienz der betriebsinternen Abläufe durch die zwei Standorte erschwert. Im Weiteren zeigt sich der Standort Bubendorf für die zukünftigen Aufgaben der Abteilung AN als ungünstig, da die meisten Projekte und Anlagen in den nächsten Jahren im unteren Kantonsteil realisiert werden.




2.2. Vorlage


Die Abteilung AN soll auf der ARA Ergolz 2 in Füllinsdorf ihre neuen Betriebsräume erhalten. Geplant sind Werkstätten, ein Garderobenbereich mit Aufenthaltsraum (Infrastruktur) und ein Carport. Ein heute bestehendes Gebäude wird mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattet (Büros, Aufenthaltsraum, Garderoben, Duschen und Toiletten). Eine einfache Holzhalle wird neu gebaut und dient als Werkstätte. Ebenfalls in einfacher Holzkonstruktion wird der Carport erstellt. Die bestehenden Garagen können ohne weitere Massnahmen genutzt werden. Die Investition beläuft sich auf 1,7 Mio. Franken. Die Produktivitätssteigerung durch den geographisch besseren Standort (weniger Fahrten) beträgt ca. Fr. 20'000.-- pro Jahr.




2.3. Kommissionsberatung


Die Umweltschutz- und Energiekommission hat dieses Teilprojekt der Vorlage 2003/250 an zwei Sitzungen, am 15. März und am 19. April 2004, beraten. Unterstützt wurde die UEK von Frau Regierungsrätin Elsbeth Schneider-Kenel, Toni von Arx, Leiter Amt für industrielle Betriebe, und Christoph Bitterli, Bereichsleiter Betrieb Abwasseranlagen. Die UEK konnte sich bei einem Augenschein vom schlechten Zustand und den engen Verhältnissen der Betriebsräume in Bubendorf ein Bild machen. In den Diskussionen wurden zwar Alternativen zum vorliegenden Projekt angesprochen, diese konnten aber nicht überzeugen.




3. Antrag


Die Umweltschutz- und Energiekommission beantragt dem Landrat einstimmig, dem Entwurf des Landratsbeschlusses zu Vorlage 2003/250 zuzustimmen.


Pratteln, 6. Mai 2004


Im Namen der Umweltschutz- und Energiekommission
Der Präsident: Philipp Schoch



Back to Top