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2003-92

Der partizipative Ansatz wird immer mehr zum Standard in allen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Die Bevölkerung wird miteinbezogen, und das nicht erst, wenn das Projekt fixfertig auf dem Tisch liegt und die Meinungen der Entscheidungsträger/innen schon gemacht sind. Der Vorteil des partizipativen Vorgehens liegt auf der Hand: Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger werden frühzeitig erkannt, Ängste und Befürchtungen können abgebaut und Opposition einbezogen werden. Und: Wissen und Kompetenz der Bevölkerung fliessen gewinnbringend ins Projekt mit ein. Aufreibende Konflikte können vermieden werden. Wenn von partizipativem Einbezug der Bevölkerung die Rede ist, werden allerdings Jugendliche oft vergessen. Dabei gilt auch für diese Bevölkerungsgruppe, was für Erwachsene Gültigkeit hat. Sie haben eigene Bedürfnisse und Ansprüche an unseren Staat. Sie wissen oft sehr genau, was sie brauchen, und sie haben Kompetenz, die sie der gesamten Gesellschaft nutzbar machen können. Beim zunehmenden Rückzug der Bürgerinnen und Bürger aus dem öffentlichen Leben ist die Ausgrenzung des Nachwuchses eine verpasste Chance. Erfolgreiche Partizipation hat eine Neben- und Langzeitwirkung, die weit über die eigentlichen Projekte hinausgehen.


Es gibt die unterschiedlichsten Varianten, um Jugendliche an wichtigen Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen. Eine kürzlich erschienene Studie der unicef Schweiz zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz, zeigt eine Reihe von Möglichkeiten auf. Eine dieser Möglichkeiten ist eine repräsentative Beteiligung der Jugendlichen in einem Jugendparlament. Als gewählte Vertreterinnen und Vertreter beteiligen sich die Jugendlichen am politischen System. Weitere Möglichkeiten einer Beteiligung sind offene Partizipationsformen in Jugendforen oder -konferenzen, Jugendhearings oder Schulräten. Auch projektbezogene Beteiligungsmodelle, insbesondere auch die Vertretung in Erwachsenengremien, sind vorstellbar.


Damit wir den Jugendlichen eine Stimme geben können
bitte ich den Regierungsrat zu prüfen, wie die Partizipation der Jugendlichen im Kanton Basel-Landschaft gefördert werden kann.



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