Vorlage an den Landrat


3. Zwischenbilanz

3.1 Sekundarschulkreise


Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besteht kein Anlass, einen der vom Landrat beschlossenen Sekundarschulkreise zu verändern.


Ein diesbezüglich neuer Entscheid steht erst an, wenn der Regierungsrat aufgrund eines Vorprojektes die Bildung des Schulkreises Lausen vorschlägt, was Ende 2004 der Fall sein dürfte.


Die Bildung des Schulkreises Lausen würde auch Veränderungen in den benachbarten Schulkreisen Liestal und Sissach bewirken.


Ob dabei die Gemeinde Ramlinsburg, wie von ihr wiederholt gefordert, beim Schulkreis Liestal bleiben oder in den neuen Schulkreis Lausen integriert wird, spielt angesichts der kleinen Schüler/innenzahl dieser Gemeinde keine entscheidende Rolle. Der Regierungsrat ist deshalb geneigt, dieser Forderung zu entsprechen.


Ein neuer Schulkreis Lausen mit den Gemeinden Lausen und Itingen sowie ev. Ramlinsburg könnte die heute sehr grossen Sekundarschulen in Liestel und Sissach im gewünschten Masse entlasten.




3.2 Schulorte


Die vom Landrat beschlossenen Schulorte bleiben auf unabsehbare Zeit bestehen. Mit der Bildung des Schulkreises Lausen würde Lausen selbstredend zum Schulort.




3.3 Bestehende Nebenschulorte


Die Bestimmung der Nebenschulorte innerhalb der neuen Sekundarschulen hat schon immer zu Diskussionen Anlass gegeben.


Die einen möchten sie schliessen, weil sie wegen der meist geringen Klassenbestände teure Schulen sind und an ihnen aus räumlichen Gründen nicht alle 3 Anforderungsniveaus geführt werden können. Die anderen möchten sie wegen ihrer überschaubaren Grösse und aus regionalen Gesichtspunkten erhalten.


Klar ist, dass es die vom Landrat beschlossenen Nebenschulorte in den nächsten Jahren wegen des dort vorhandenen Schulraumes braucht.


Ob sie erhalten oder aufgelöst werden sollen, hat der Landrat jeweils dann zu entscheiden, wenn an Schulorten im Zusammenhang mit anstehenden Investitionen zusätzlicher Schulraum geschaffen oder durch die Bildung eines neuen Schulkreises Schulraum frei wird, wodurch ein Nebenschulort aufgehoben werden könnte.




3.4 Nebenschulort Bottmingen


In Bottmingen sind gegenwärtig 2 BWK-Klassen und 4 Klassen des Werkjahres, das auch zur Sekundarschule gehört, untergebracht.


Im dortigen Burggartenschulhaus liesse sich auch ohne weiteres die Vorgabe in § 29 Absatz 2 des Bildungsgesetzes umsetzen, wonach an Nebenschulorten mindestens zwei Anforderungsniveaus der gleichen Jahresstufe zu führen sind, was an anderen Nebenschulorten nicht ohne bauliche Massnahmen möglich ist.


Im weiteren könnten in Bottmingen vorübergehend Schülerinnen und Schüler aus dem benachbarten Schulkreis Oberwil aufgenommen werden, wo der Schulraum sehr knapp ist.


Bei der Abfassung der Landratsvorlage zum Bildungsgesetz blieb die Nennung von Bottmingen als Nebenschulort des Sekundarschulkreises Binningen leider vergessen.


Dieses Versäumnis möchte der Regierungsrat mit dieser Vorlage korrigieren.


In diesem Zusammenhang ist es unabdingbar, dass der Kanton seine Schulraumplanung mit den Gemeinden Binningen und Bottmingen koordiniert und auf die angrenzenden Schulkreise abgestimmt. Dabei sind der zur Verfügung stehende Schulraum in den Primarschulhäusern, bestehende Fremdeinmietungen sowie der Raumbedarf der neuen Sekundarschule sowie des neuen Werkjahres zu berücksichtigen.




3.5 Schulabteilungen in der Übergangszeit


Neben den Schulorten und den Nebenschulorten werden heute in folgenden Gemeinden Realschulklassen unterrichtet: Bottmingen, Füllinsdorf, Grellingen, Liesberg, Niederdorf, Röschenz, Titterten, Waldenburg, Ziefen und Zunzgen.


Die neu gebildeten Sekundarschulen sind zusammen mit der Erziehungs- und Kulturdirektion bestrebt, die in diesen Gemeinden noch bestehenden Klassen sobald als möglich auslaufen zu lassen und in die vom Landrat beschlossenen Schulorte und Nebenschulorte zu integrieren, wenn dort der nötige Schulraum vorhanden ist.


Der entsprechende Zeitplan sieht wie folgt aus:




3.6 Werkjahr


Das bisher einjährige Werkjahr steht gemäss § 44 Absatz 1 Buchstabe b. neu Schülerinnen und Schülern des Anforderungsniveaus A als Kleinklasse im 8. und 9. Schuljahr offen.


Es ist heute wie folgt untergebracht:

Die Verlängerung des Werkjahres von ein auf zwei Jahre erfolgt im Rahmen eines pädagogischen Konzepts, das von der Erziehungs- und Kulturdirektion ausgearbeitet und dem Bildungsrat zur Genehmigung vorgelegt wird. Darin ist auch zu klären, an welchen Standorten diese Schule zukünftig untergebracht werden soll.


Das Inkrafttreten dieses Konzepts ist auf Beginn des Schuljahrs 2006/07 vorgesehen.


Bis es soweit ist, wird es bei den drei heutigen Standorten für das Werkjahr bleiben.



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