2003-83

Die Fachstelle für die Gleichstellung für Frau und Mann (nachstehend Frauenbüro genannt) hat sich im Wahlkampf 2003 einmal mehr tendenziös eingemischt. Der im Auftrag des Frauenbüros produzierte Wahlprospekt diskriminierte sehr einseitig und auf Staatskosten jene Parteien, welche für die Regierungsratswahlen keine weiblichen Kandidaten zur Verfügung stellen konnten. Ausserdem wurde jener Prospekt in einigen Wahlkreisen von den Hilfskräften der Parteien nicht eingepackt, weil das Frauenbüro keine persönliche Mithilfe leistete.

Seit Jahren vertreibt das Frauenbüro grosse Mengen teilweise provokativer Broschüren. Neben durchaus akzeptablen Vorschlägen werden darin u.a. aber auch Sprachregelungen propagiert, die der alten wie der neuen Rechtschreibung nach Duden klar widersprechen und sogar den Grundsatz der Gleichbehandlung der Geschlechter verletzen. (DozentInnen, ArchitektInnen etc)


Gemäss RRB vom 13. Februar 1990 sind Personenbezeichnungen so zu formulieren, dass sowohl die männliche wie die weibliche Form genannt wird. Bei der Vorstellung der neuen Rechtschreibung kommentierte die BaZ: "Die Schreibweise mit den grossen I ist nach wie vor nicht anerkannt". In der Tat existiert in der Nordwestschweiz keine einzige Tageszeitung, welche dieser ursprünglich linksextremen Schreibweise der 68er-Bewegung huldigt. Auch die Zeitschrift des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland nimmt davon bezeichnenderweise keine Notiz. Dies lässt den Schluss zu, dass die in einigen Publikationen sowie Protokollen und Berichten der Kantonalen Verwaltung praktizierte Schreibweise mit grossen I (wonach das männliche Geschlecht dank jenes Orthographiefehlers mitgemeint sein soll) nicht auf sprachlicher Gleichstellung der Geschlechter, sondern auf reiner Bequemlichkeit beruht.


Aufgrund obigen Sachverhaltes unterbreite ich der Regierung folgende Fragen:


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