2003-20

I. Ausgangslage


Die Gewalt unter Jugendlichen nimmt zu. Auch Vandalismus bildet ein zunehmendes Problem. Schlagzeilen über Drohungen, Erpressungen, Schlägereien mit zum Teil schweren Körperverletzungen als Folge häufen sich (siehe z.B. Basler Zeitung vom 28./29. Dezember 2002). Zudem haben Delikte von Jugendlichen im Bereich Diebstahl (vor allem Ladendiebstähle) zugenommen.


Jugendgewalt und Jugendkriminalität ist ein vielschichtiges Problem, das auf verschiedenen Ebenen angegangen werden muss. Involviert und angesprochen sind neben den Jugendlichen und der Polizei resp. der Justiz auch die Eltern, die Schule, behandelnde Ärzte, Fürsorge- und Vormundschaftsbehörden etc. Um der Jugendgewalt wirksam begegnen zu können, braucht es einerseits Prävention (Gespräche und Aufklärung mit den Jugendlichen, den Eltern, den Schulen etc.). und anderseits Repression (Verhängen von Strafen gegen fehlbare Jugendliche). Dazu muss sichergestellt sein, dass Kommunikation und Kooperation unter allen beteiligten Personenkreisen funktioniert. Seitens der Strafverfolgungsbehörden (Jugendanwaltschaft und Jugendsachbearbeiter) wird oft moniert, dass sie nicht oder nicht rechtzeitig über (schwerwiegende) Vorfälle in den Schulen oder ausserhalb des Schulunterrichts informiert werden (fehlende Anzeigeerstattung durch die Betroffenen selber oder durch Dritte), und dass die involvierten Personenkreise nicht genügend sensibilisiert sind.




II. Auftrag an den Regierungsrat


Der Regierungsrat wird daher eingeladen, zu prüfen und zu berichten, auf welche Weise und mit welchen Massnahmen die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justiz, Eltern, Schulen und Behörden zur Bekämpfung von Jugendgewalt und Jugendkriminalität verbessert werden kann.



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