2002-257

In einem kürzlichen "Spiegel" - Bericht, der sich eigenen Angaben zufolge auf das Ergebnis neuer und erst kürzlich durchgeführter seriöser Studien stützt, wird behauptet, der regelmässige Genuss von Cannabis und Cannabis-Produkten beeinträchtige die Lernfähigkeit insbesondere von Jugendlichen stark. Dies treffe nicht nur für die Konsumphase selbst, sondern auch für eine Zeitspanne von bis zu 9 Monaten nach Ende dieser Konsumphase zu.


Treffen diese Angaben zu, so besteht Anlass zur Besorgnis und zum Handeln. Ungefähr das Letzte, das Jugendliche brauchen können, ist eine drogeninduzierte Herabsetzung der Lernfähigkeit, insbesondere dann, wenn sie über längere Perioden andauert. Gibt es also diese von "Spiegel" genannten Studienergebnisse tatsächlich und belegen sie wissenschaftlich sauber den behaupteten Effekt, nämlich eine starke Lernbehinderung während und während einer langen Zeit nach dem Konsum nicht nur in grossen Ausnahmefällen, so müssen diese Erkenntnisse den Hauptbetroffenen, den Konsumenten, sowie allen, die mit ihnen zu tun haben, zur Verfügung gestellt werden. Der Kreis der zu informierenden Personen umfasst insbesondere neben den Konsumenten selbst also etwa Familien, Lehrer, Arbeitgeber, sowie andere Behörden, die alle diese Auswirkungen in ihre Überlegungen und Entscheide einbeziehen müssen. Last not least muss auch die Öffentlichkeit informiert werden.


Ich frage deshalb die Regierung:


1.) Was besagen die von der deutschen Zeitschrift "Der Spiegel" angeführten Untersuchungen wirklich, und trifft die Aussage im Artikel tatsächlich zu?


2.) Falls dies der Fall sein sollte, ist die Regierung bereit, für die sachgerechte Information aller Betroffenen und Interessierten sowie der Öffentlichkeit zu sorgen, unter Einbezug und Mitwirkung insbesondere der Beratungsstellen und der Schulen?


3.) Falls dies der Fall sein sollte, kann die Regierung zusätzlich heute schon sagen, welche Schlussfolgerungen sie sonst noch aus den Ergebnissen zieht, und wie sie diese umsetzen will?


Ich bitte um schriftliche Beantwortung.



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