2002-199

Strategisches Ziel für unseren Kanton muss sein, eine qualltativ hochstehende medizinische Versorgung für unsere Wohnbevölkerung zu gewährleisten unter Wahrung unseres gesamtschweizerisch günstigen Prämienniveaus.


Ein erster Schritt hierfür ist getan, das Projekt der Regionalen Spitalplanung wurde in Angriff genommen. Es sind bereits aufgrund von drei strategischen Stossrichtungen erste Grobvarianten innert kürzester Zeit ausgearbeitet worden.
Es sollen nun diese 5 Grobvarianten weiterverfolgt und bewertet werden.
Eine nähere Durchsicht der Grobvarianten lässt uns aber zum Schluss kommen, dass diese vor der Bewertung durchaus noch ergänzungsbedürftig sind und gewisse Grobmodelle so unrealistisch sind, dass sie gar nicht bewertet werden müssen.
Im Speziellen betrifft dies das Grobmodell 1 Herz-Thorax Zentrum und die Schwerpunkte, die in den Grobmodellen 4 und 5 gesetzt wurden.
Einerseits wird das Modell Herz-Thorax bereits im Vorfeld auch von den Fachleuten als nicht praktikabel bezeichnet. Es gilt zu prüfen, ob es überhaupt bewertet werden muss.
Andererseits könnte eine zusätzliche Zentralisierung von Kliniken durchaus auch sein, dass die Orthopädie auf dem Bruderholz zusammengefasst wird oder aber auch, dass die Gynäkologie auf dem Bruderholz zusammengefasst wird, während die Geburtshilfe ganz ins Zentrum Mutter und Kind ans Kantonsspital Basel gelegt wird. Durch geeignete planerische Massnahmen könnte sicherlich auch der notwendige Platz für die Einmietung des UKBB am Kantonsspital Basel geschaffen werden.
Es müsste zudem auch überlegt werden, wie die Zentrumsschlagkraft einzelner Kliniken durch Verbundsbildung erreicht werden kann (z.B. Urologie).


Aufgrund dieser Überlegungen fordern wir deshalb den Regierungsrat auf, zu prüfen und zu berichten, ob eine Auswertung der Spitalplanung auf der Basis der heutigen nach unserer Meinung nicht vollständigen Grobvarianten bereits opportun ist und ob wirklich alle bis dahin ausgearbeiteten Varianten bewertet werden sollen.



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