2002-165

Seit mehreren Jahren absolvieren Drogenabhängige staatlich organisierte Methadonprogramme mit finanzieller Beteiligung der Krankenkassen. Dabei machen sich auch arbeitsscheue Junkies ein bequemes Leben auf Kosten der IV und / oder der öffentlichen Fürsorge. Dem Vernehmen nach, so lange wie sie wollen. Methadon verursacht Nebenwirkungen in Form von Antriebslosigkeit, Demenz und Lähmungen des Magen-Darmtraktes, die mit Appetitlosigkeit und Brechreiz einher-gehen. Dieser Circulus vitiosus wird selbstverständlich ebenfalls auf Kosten der obligatorisch Kran-kenversicherung mit zumeist mehreren, gleichzeitig verschriebenen Medikamenten "kuriert." Neben dem kostenlos verabreichten Methadon konsumieren einige dieser Patienten inoffiziell noch weitere Drogen, welche sie sich nebenbei beschaffen, sowie starke Schlafmittel.


Mit grosser Empörung habe ich nun zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Krankenkassen gemäss abschliessendem Gerichtsentscheid künftig auch die Kosten für die mit dem Rauschgift Heroin gestützten "Therapien" für so genannt "Schwerstsüchtige" zu übernehmen haben. Unter diesen Umständen wird die Kostenübernahme anonymisiert und niemand wird mehr ernsthaft daran interessiert sein, Missbräuche zu bekämpfen. In Anbetracht dieses unentrinnbaren Dilem-mas für KVG-Zwangsversicherte und des Umstandes, dass der Kanton eine gewisse Kontroll-funktion ausüben kann, unterbreite ich der Regierung folgende Fragen mit der höflichen Bitte um Beantwortung:


1. Wie viele Personen nehmen in unserem Kanton an einem Methadonprogramm teil und wie ent-wickelt sich die jährliche Bilanz? Zahlen? Erfolge?


2. Für wie lange ist eine solche "Kur" des offiziellen Programmes ursprünglich vorgesehen und wie lange kann sie im Extremfall tatsächlich dauern?


3. Was leisten die Krankenkassen dafür im Kanton BL gesamthaft und im Einzelfall?


4. Welche Kosten entstehen gesamthaft jährlich für den Kanton?


5. Trifft die Bemerkung eines jahrelang mit "Meth" versorgten IV-Abhängigen zu, dass man mit so einer "Kur" dann aufhören könne, wann es einem passt?


6. Ist es zulässig, dass solche Patienten mehrere Wochenrationen Methadon zu Hause horten und sich gleichzeitig mit einer weiteren Portion im Ausland in den Ferien aufhalten können?


7. Wer und wie wird kontrolliert, ob die Patienten das erhaltene Methadon wie vorgesehen ver-wenden und ob sie noch weitere Drogen konsumieren?


8. Wie viele Personen erhalten in unserem Kanton ärztlich verabreichtes Heroin?


9. Was kostet das mit Heroin gestützte Programm den Kanton?


10. Was wird die Regierung unternehmen, damit solche pseudomedizinische "Kuren" und Miss-bräuche auf Kosten der öffentliche Hand und der KVG-Versicherten eingedämmt werden?



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