2002-132

"The Novartis Warning"


Unter diesem Titel hat das Wall Street Journal vom 8.5.2002 zum Entscheid von Novartis zur Konzentration ihrer weltweiten Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Biotechnologie in den USA und der Gründung des Novartis Institute for Biomedical Research in Cambridge/Massachusetts Stellung genommen. Das Wall Street Journal interpretiert die Konzentration der Novartis-Forschung in den USA als "...das neueste Zeichen der Flucht aus Europa der einst stolzen Pharma-Industrie". Wir sollten diese Schrift an der Wand ernst nehmen.


Am 22. März 2001 hat die FDP-Landratsfraktion eine Motion eingereicht unter dem Titel "Bildung einer Biotech-Task-Force zwecks Koordination und Umsetzung einer Förderstrategie", die gerade aus der Sorge einer Schwergewichtsverschiebung oder Abwanderung der Basler Pharma-und Biotech-Industrie und damit verbunden eine Zurückstufung der Uni Basel, insbesondere des Biozentrums, heraus entstanden ist.


Wir haben darin auf die Wichtigkeit der hier ansässigen pharmazeutisch-chemischen Industrie und der Synergieeffekte für die Uni Basel, den Wirtschaftsstandort Basel, ja für die Schweiz insgesamt (20% des Bruttoinlandprodukts wird von der Chemie erwirtschaftet) hingewiesen. Wir haben aber auch kritisiert, dass die Biotechnologie in den beiden Wirtschaftsberichten BL und BS 1999/2000 nicht einmal eine besondere Erwähnung erfuhr. Dies, obschon die Biotechnologie anerkanntermassen als einer der zukunftsträchtigsten Forschungszweige gilt und ganz besonders für die Entwicklung des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Basel eine entscheidende Rolle spielt.


Die Entscheidung von Novartis ist angesichts der grossen Bedeutung des biotechnologischen Forschungsstandorts Massachusetts nachvollziehbar und war wohl nicht aufzuhalten. Wir wollen aber nicht, dass dieses Beispiel Schule macht. Wir bitten den Regierungsrat deshalb um schriftliche Beantwortung folgender Fragen:





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