Vorlage an den Landrat


4. Empfohlene Massnahmen (optimales Massnahmenpaket)

4.1 Risikoreduktion und Kosten der Massnahmen zur Bewältigung im Umweltbereich "Luft"


Die beschriebenen Massnahmen zur Bewältigung von Unfällen mit gefährlichen Gütern bewirken eine grosse Reduktion des Ausmasses. Alle hohen Risiken lassen sich in den Übergangsbereich "Risiko Mittel" verschieben.


Die Investitionskosten für die Bearbeitung der Einsatzplanung sind relativ klein. Zu beachten sind die jährlich anfallenden Kosten für die Schulung der Ereignisdienste, die Kontrolle der Gefahrguttransporte, die Optimierung der Alarmorganisation, die Abgeltung der Investitionskosten und die Betriebskosten für die Feuerwehr-Stützpunkte.


Zusätzlich zu den technischen Verbesserungen bei der J18, Überdeckung Reinach sollen zur Fluchtwegverbesserung ein Ausstieg in der Tunnelmitte abgeklärt und eventuell realisiert werden.


Als unverhältnismässig kostenintensiv wird der Bau einer Überdeckung auf einem Streckensegment erachtet; mit der Massnahmenkombination 3, Bewältigung, kann das Risiko auch bereits auf ein akzeptierbares Mass reduziert werden.


Es wird vorgeschlagen, die Massnahmenkombination 3, Bewältigung, in Kombination mit der MNK 2, Prävention, in der Prioritätenstufe I umzusetzen. Dazu sind einmalige finanzielle Mittel von rund Fr. 225'000.- und zusätzlich Fr. 950'000.- jährlich notwendig. Diese Kosten sind im Kapitel 7 detailliert angegeben.


In der Prioritätenstufe II sollen im Rahmen des Erneuerungsplanes die baulichen und technischen Massnahmen bei der J18, Überdeckung Reinach weiterverfolgt werden. Der vom Tiefbauamt bereitzustellende, geschätzte Aufwand beträgt Fr. 700'000.- Investitionskosten.




4.2 Risikoreduktion und Kosten der zusätzlichen Massnahmen zur Bewältigung im Umweltbereich "Wasser"


Bei Strassensegmenten mit einer Strassenentwässerung in einen Vorfluter müssen neben den für den Umweltbereich "Luft" erwähnten Massnahmen zur Bewältigung zusätzliche Massnahmen ergriffen werden. Dazu können grundsätzlich folgende bauliche Massnahmen erwogen werden:


Die empfohlenen Massnahmen sind ortsbezogen im Anhang 3 ersichtlich.


Primär aus Kostengründen wird die Retention im Vorfluter als die Nutzen/Kosten-effizientere Massnahme erachtet, wenn auch eine Kontamination des Oberflächengewässers auf grössere Distanzen in Kauf genommen werden muss und wasserlösliche oder unterschichtende Stoffe mit dieser Massnahme nicht beseitigt werden können.


Eine Retention im Rhein mit Ölsperren ist mit sehr hohen Kosten verbunden. Ausserdem wird die Machbarkeit infolge der hohen Fliessgeschwindigkeit des Wassers in Frage gestellt. Aus diesem Grunde werden Retentionsversickerungsbecken bei den Streckensegmenten mit direkter Entwässerung im Ist-Zustand in den Rhein vorgesehen.


Bei Streckensegmenten mit vorhandenem Ölabscheider mit Möglichkeit zum Rückstau genügen die erwähnten Massnahmen zur Bewältigung. Dazu sind einfache bauliche Massnahmen wie Schieber und Umgehungskanal notwendig.


Bei Streckensegmenten, welche eine Grundwasserschutzzone tangieren und über die Schulter entwässert werden, ist der Neubau von Entwässerungsleitungen und Retentionsversickerungsbecken vorgesehen.


Mit der Kombination der allgemeinen Massnahmen zur Bewältigung und den baulichen Massnahmen kann das Risiko bereits soweit reduziert werden, dass das Schutzziel erreicht wird. Trotzdem erscheint es aus den gleichen Überlegungen wie für den Umweltbereich "Luft" (Kapitel 4.1) sinnvoll, zusätzlich die Massnahmen zur Prävention durchzuführen.


Mit folgenden Massnahmen lassen sich die Risiken "Hoch" im Bereich "Wasser" auf ein akzeptables Mass reduzieren:


Mit diesen Massnahmen können die Risiken aller Strassensegmente deutlich aus dem Bereich "Risiko Hoch" in den unteren Übergangsbereich "Risiko Mittel" oder sogar in den Bereich "Risiko Klein" verschoben werden.



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