2002-52

Das Baselbieter Staatspersonal ist mit dem Kanton als Arbeitgeber unzufrieden. Schon seit Jahren erhalten viele der Staatsangestellten nur gerade den Kaufkraftverlust, was nicht gerade motivierend und für einen fortschrittlichen Arbeitgeber spricht. Andererseits ist die finanzielle Situation des Kantons für die nächsten Jahre nicht gerade rosig, so dass eine verdiente Reallohnerhöhung nur über eine höhere Verschuldung finanzierbar wäre.


Eine Null-Lösung ist aber je länger desto mehr nicht vertretbar, zumal ja in der Privatwirtschaft nach dem Ausgleich der Reallohnverluste der letzten Jahre, zunehmend auch Reallohnerhöhungen wieder die Regel sind.


Eine mögliche finanziell kostenminimale Lösung wäre daher eine Arbeitszeitreduktion und/oder mehr Ferien für das Staatspersonal. Damit könnte in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern eine Lösung erarbeitet werden, die in Zukunft garantiert, dass wir weiterhin auf eine topmotivierte Verwaltung zählen dürfen - auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die willens sind, ihren aktiven Beitrag bei der möglichen Sanierung der Staatsfinanzen wahrzunehmen.


Ich bitte daher den Regierungsrat zu prüfen und zu berichten, ob bei den nächsten Verhandlungen mit den Sozialpartnern eine Arbeitszeitreduktion und/oder mehr Ferien für das Staatspersonal als Abgeltung für entgangene Reallohnerhöhungen möglich wäre?



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