2002-39

Dass die Standortattraktivität eines Kantones von verschiedensten Faktoren abhängig ist, scheint allgemein bekannt. Und ohne Zweifel wird im Kanton Baselland durch diverse Anstrengungen versucht, die Attraktivität für die Unternehmen im Kanton zu erhöhen, sodass bestehende Unternehmen gehalten und neue Firmen von den Vorzügen unseres Kantones überzeugt werden können.

Wie der Presse entnommen werden konnte ( Artikel ), zieht ein weltweit renommiertes Unternehmen in Betracht, seinen Europa-Hauptsitz von London in die Schweiz zu verlegen. Auch die Region Basel hatte bei der Standortevaluation gute Karten. Leider hat sich das Unternehmen letztlich nicht für unsere Region sondern für den Kanton Genf entschieden. Als Grund werden mangelnde Schulplätze genannt, an denen Kaderleute des Unternehmens ihre Kinder auf Englisch unterrichten lassen können. Konkret ging es darum, dass die in Reinach domizilierte International School of Basel (ISB) keine Möglichkeiten hatte, weitere (die Rede war von 150) Schulplätze anzubieten, da bereits vor Bezug der neuen Räumlichkeiten in Reinach die Nachfrage nach Schulplätzen das Angebot bei weitem überstieg.


Laut Informationen der von einer privaten Trägerschaft geführten ISB wäre es von der Nachfrage her möglich, ein weiteres Schulgebäude zu erstellen. Es stellt sich die Frage, ob und wie die Halbkantone Baselland und Basel-Stadt im Sinne der Wirtschaftsförderung aktiv werden können, um das Angebot an Schulplätzen an der ISB zu erhöhen. Denn ohne Zweifel handelt es sich bei der genügenden Zur-Verfügungstellung von solchen Schulplätzen um ein wirksames Instrument der Verbesserung der Standortattraktivität. Der in der Beilage aufgeführte Fall sei dazu beispielhaft erwähnt.


Ich denke, es liegt im Interesse unseres Kantons, dass solche von privater Seite betriebene Angebote weiter ausgebaut werden können. Es ist zu prüfen, ob der Kanton Baselland, der letztlich auch einer der Nutzniesser solcher Angebote ist, die Trägerschaft der ISB bei diesem Bestreben aktiv unterstützen soll. Dabei sei weniger an eine finanzielle Unterstützung, als an Support in Fragen der Standortfrage, effiziente Bewilligungsverfahren etc. gedacht.


Ich bitte daher den Regierungsrat folgende Fragen zu beantworten:


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