2001-215

Gemäss einem Bericht der Arbeitsgruppe Ausländerkriminalität (Agak) werden Asylsuchende unter 30 Jahren, die sich nicht länger als zwei Jahre in der Schweiz aufgehalten haben, besonders oft wegen eines Deliktes (Vermögens- und Betäubungsdelikte) verurteilt, während danach die Belastungsrate deutlich absinkt. Entsprechend sind die Bedenken der Bevölkerung und Gemeinden nachvollziehbar, wonach Durchgangszentren für alleinstehende jüngere Asylsuchende nicht in Wohngegenden oder in der Nähe von Schulen oder Kindergärten stehen sollten.


Das Durchgangsheim in Schweizerhalle war daher bezüglich dem Standort unbestritten (exkl. der dort ansässigen Dienstleistungsbetriebe). In der Gemeinde Laufen regt sich nun zu Recht Widerstand gegen das geplante kantonale Durchgangszentrum, indem einerseits ein Anstieg der Kriminalität befürchtet wird, andererseits aber auch grössere Lärmemissionen zu erwarten sind, was wiederum Auswirkungen auf die Wohnqualität haben dürfte. Ein Asyl-Durchgangsheim oder ein Wohnheim für Familien, Frauen oder ältere und kranke Asylsuchende scheint dagegen in Laufen auf Verständnis und Goodwil zu stossen.


Ich bitte daher den Regierungsrat zu prüfen:
1.) Wieweit im Baselbiet mehrere Durchgangszentren für Asylbewerber (wie zum Beispiel für Familien, alleinstehende Frauen, ältere, kranke und jüngere Asylsuchende möglich sind?
2.) Asyl-Durchgangszentren in Wohngegenden generell nur für Familien, Frauen, ältere und kranke Asylsuchende vorzusehen.



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