Vorlage an den Landrat


7. Neubau HPSA-BB und provisorische Übergangslösung

Die Standortsituation der HPSA-BB ist auf S. 18f. der Vorlage beschrieben. Angesichts der bereits heute sowohl in Basel als auch in Liestal äusserst unbefriedigenden Raumsituation ist offensichtlich, dass die HPSA-BB ihre Aktivitäten so rasch wie möglich an einem Standort konzentrieren muss.


Der Landrat verlangt konkretere Aussagen zum Zeitpunkt der Investition von zirka 47 Millionen Franken sowie zu den Auswirkungen auf die Finanz- und Investitionsplanung. Die Regierung des Kantons Basel-Landschaft hat zur Zeit im Investitionsprogramm 2000-2010 für die Jahre 2005-2008 ein Vorhaben von 30.2 Millionen Franken für die HPSA-BB vorgesehen. Dies entspricht rund 64 % der mit 47 Millionen Franken veranschlagten Gesamtkosten. Diese Kostenberechnungen gehen von einem Flächenbedarf von 13'000m 2 aus, der im Jahr 1998 erhoben wurde und der auf unterschiedlich detaillierten Raumprogrammen und zum Teil den heutigen Institutionen basiert. Sobald der Staatsvertrag über die HPSA-BB von den Parlamenten genehmigt ist, wird ein aktuell gültiges Raumprogramm für die HPSA-BB erstellt und ein Projektierungskredit beantragt. Die prognostizierten Termine und effektiven Investitionskosten können erst auf diesen Zeitpunkt hin konkretisiert werden. Vorausgesetzt Planung und Realisierung verlaufen ohne Verzögerung, so ist frühestens im Jahre 2010 mit der Inbetriebnahme des Neubaus zu rechnen.


Im Kanton BS ist in der langfristigen Investitionsplanung des Erziehungsdepartements beim jetzigen Planungsstand für die Jahre 2005-2009 ein Betrag von 17 Millionen Franken vorgemerkt.


Beide Regierungen bevorzugen allerdings die Mietvariante zur Entlastung des Investitionsbudgets und werden diese Variante deshalb nach der Genehmigung des Staatsvertrages weiterverfolgen. Die Mietvariante hat den Vorteil, dass auch die Infrastrukturkosten wie die übrigen Betriebskosten laufend und verursachergerecht über das gemeinsame Globalbudget beglichen werden. Verändert sich aufgrund der Studierendenverhältnisse die Finanzierungsquote, so kann auch das Abgelten der Liegenschaftskosten kurzfristig angepasst werden.


Die Vorlage vom 18.12.2001 sieht vor, dass für die Übergangszeit bis zur Erstellung des Neubaus zehn zusätzliche provisorische Klassenzimmer in Liestal zu Lasten des Kantons Basel-Landschaft zur Verfügung gestellt werden sollen (S. 19, 28, 38). Dieses Provisorium soll es ermöglichen, die Ausbildung für Kindergarten- und Primarlehrkräfte ab dem Schuljahr 2004/05 in Liestal zusammenzuführen. In der Zwischenzeit hat sich gezeigt, dass die in der Vorlage ausgewiesenen Fr. 200'000.-- nicht ausreichen werden. Es wurden mögliche Standorte für ein Provisorium in der Nähe des Seminars in Liestal geprüft. Dabei muss gesamthaft von jährlichen Kosten in der Höhe von mindestens Fr. 350'000.-- für die Miete von Gebäude und Land ausgegangen werden. In diesen Kosten sind die Investitionen für Erschliessung und Fundationen nicht eingeschlossen.


Bis zum Bezug eines Neubaus für die HPSA-BB stellen die Kantone BL und BS der HPSA-BB die benötigte Infrastruktur auf ihrem Kantonsgebiet unentgeltlich zur Verfügung und verzichten damit auf die gegenseitige Verrechnung von Standortkosten.



Fortsetzung >>>
Back to Top