Vorlage an den Landrat


5. Löhne

Die Vorlage vom 18. Dezember 2001 sieht die Angleichung der Löhne der HPSA-Dozierenden an diejenigen der FHBB vor. Der inzwischen eingesetzte designierte Hochschulrat der HPSA-BB hat die Anstellungs- und Einreihungskriterien für die HPSA-BB bereits geprüft und mit Vorbehalt festgelegt. Angelehnt hat er sich dabei an die Kriterien der FHBB, wo die Ziellohnstufe 7 festgelegt ist für Hochschuldozierende, die alle Anforderungskriterien erfüllen. Die Festlegung der HPSA-Löhne erfolgte damit in einer bereits seit Jahren bewährten Fachhochschultradition, die wiederum eingebettet ist zwischen den Besoldungstraditionen der Universität und der kantonalen Gymnasien. Die Lohnsummenberechnungen für das Budget 2003 beruhen auf den gemäss diesen Kriterien angestellten Lohnberechnungen.


Die Angemessenheit der Fachhochschullöhne wurde von der Finanzkontrolle Basel-Landschaft bestritten.


Die Dozierenden des Seminars Liestal waren von der Besoldungsrevision für Lehrpersonen im Kanton BL per Schuljahresbeginn 2001/2002 ausgenommen worden, da damals die gleichzeitige Gründung der HPSA-BB erwartet wurde. Infolge der erneuten Verzögerung im Sommer 2002 verlangten die Lehrkräfte die rückwirkende Überführung ihrer Löhne ins revidierte Lohnsystem auf den Schuljahresbeginn 2001/2002. Da die Funktion von Hochschuldozierenden im Besoldungssystem BL fehlt und damit diese Überführung vollzogen werden kann, müssen der Einreihungsplan (Anhang I zum Personaldekret vom 8. Juni 2000) ergänzt und neue Modellumschreibungen für die Funktionen am Seminar ausgearbeitet werden. Diese Arbeiten wurden in den vergangenen Monaten vom Personalamt zusammen mit einem verwaltungsexternen Experten durchgeführt. Die Bewertungen führen zum Ergebnis, dass die Dozierenden des Seminars in den Lohnklassen 7 bis 10 einzureihen sind. Die Vorlage zur Ergänzung des Einreihungsplans bzw. zur entsprechenden Änderung des Personaldekrets wird parallel zu dieser Ergänzungsvorlage vom Personalamt ausgearbeitet und dem Landrat vorgelegt.


Die durchgeführten Bewertungen zeigen, dass die an der FHBB entrichteten und für die HPSA-BB vorgesehenen Löhne weitgehend gerechtfertigt sind. Die basellandschaftliche Grundlage für die Einreihung der Dozierenden am Lehrerseminar schafft auch eine indirekte, d.h. subsidiär geltende, Grundlage für die Besoldung an der HPSA-BB. Als rechtlich selbständige autonome Anstalten sind die FHBB und zukünftig auch die HPSA-BB jedoch legitimiert, die Löhne ihrer Mitarbeitenden nach eigenem Ermessen festzulegen. Bezugsgrössen für die Festlegung der Löhne sind dabei neben der Besoldungsordnung des Kantons Basel-Landschaft auch das wirtschaftliche Umfeld bzw. die vor allem im FHBB-Bereich bestehende Konkurrenzsituation zur Privatwirtschaft sowie andere (Fach)Hochschulen.


Kommt es zur Fusion der Fachhochschulen Aargau (FHA) und Solothurn (FHSO) mit den beiden Basler Fachhochschulen FHBB und HPSA-BB zur FHNW, werden die Löhne aller Fachhochschuldozierenden in der Region voraussichtlich auf Beginn des Studienjahrs 2005/06 in ein gemeinsames Lohnsystem der FHNW überführt. Basis für das gemeinsame Lohnsystem sollen dabei die Löhne der FHA sein. Auch wenn das Fusionsprojekt nicht zustande kommen sollte, sind engere Kooperationen im Raum Nordwestschweiz und damit auch eine Angleichung der Lohnsysteme auf einem gemeinsamen Niveau (voraussichtlich jenem des Kantons Aargau) unumgänglich.



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