2001-169

Die Bauarbeiten beim Kreisel bei der Motofahrzeugkontrolle in Münchenstein sind praktisch abgeschlossen. Für die speditive Ausführung gebührt einen aufrichtigen Dank.


Bei der Ankündigung der bevorstehenden Bauarbeiten im Wochenblatt Birseck + Dorneck vom 15. März 2001 wurde mit Freude zur Kenntnis genommen, dass "ein Konfliktpunkt im Radroutennetz einerseits behoben, andererseits der gesamte Verkehrsablauf im Knotenbereich verbessert werde". Es darf mit Genugtuung zur Kenntnis genommen werden, dass der Verkehrsfluss viel flüssiger geworden ist.


Was leider immer noch nicht gelöst ist, ist die Situation für die Velo- resp. Kleinmotorfahrzeugfahrer und -fahrerinnen. Die Velospuren aus Richtung Basel wie Münchenstein hören eine gute Autolänge vor dem Kreisel auf, d.h. die Zweiradfahrer und -fahrerinnen werden noch vor dem Kreisel abgedrängt und im Stich gelassen. Eine Lösung, wie sie mit "Konfliktpunkt Radroutennetz beheben" in Aussicht gestellt wurde, ist weit und breit nicht in Sicht. Bereits in den ersten Tagen nach Fertigstellen des Kreisels musste eine mir bekannte Person haut- und karosserienah ihre diesbezüglichen Erfahrungen machen, zum Glück ohne körperlichen Schaden zu nehmen. Es ist eine Person, welche ihr Fahrrad täglich benutzt und sehr wohl weiss, wie ein Kreisel zu befahren ist. Leider hatte, gemäss Pressebericht, ein Rollerfahrer am 19. Juni 2001 weniger Glück und musste hospitalisiert werden.


Es muss leider festgestellt werden, dass viele Autofahrer und Autofahrerinnen auch heute noch nicht wissen, wie sie sich in einem Kreisel korrekt zu verhalten haben. Hier wäre eine längerandauernde Kampagne vor Ort sowie in Anbetracht der intensiven Benutzung des Kreisels wohl auch eine, über das normale Mass hinausgehende, Ueberwachung bitter notwendig. Es stellt sich auch die Frage, ob im Sinne einer guten Sicht, der Kreisel nur mit niederwachsenden Pflanzen zu gestalten sei, damit die langsamerfahrenden Velo- resp. Mofafahrer/innen ja früh gesehen werden.


Ich ersuche den Regierungsrat zu prüfen, was für Massnahmen erforderlich sind, damit das Befahren eines Kreisels auch für Zweiradfahrer und -fahrerinnen ohne Gefahr möglich ist. Dabei sollten auch die Erfahrungen im Ausland miteinbezogen werden.



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