2001-157 (1)


1. Ausgangslage

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat eine Reduktion der wöchentlichen Pflichtstundenzahl für Lehrkräfte der Jugendmusikschule von 28 auf 27 Stunden. Die Massnahme wird mit der Abtrennung des obligatorischen Grundkurses von der Jugendmusikschule (JMS) zur Primarstufe und der vermehrten Erteilung von Musikunterricht an den Sekundarstufen I und II begründet. Im Rahmen der Besoldungsrevision beschloss der Landrat auf Antrag des Regierungsrates im Juni 2000 eine generelle Erhöhung der je nach Schulstufe unterschiedlichen Pflichtstundenzahl der Lehrpersonen. Dem Entscheid des Landrates waren Quervergleiche mit anderen Kantonen bezüglich Verdienst und Pflichtstundenzahl vorausgegangen. Dieser Entscheid einer Erhöhung der wöchentlichen Pflichtstundenzahl von 27 auf 28 Lektionen soll nun für den Fall der JMS Lehrpersonen rückgängig gemacht werden.




2. Kommissionsberatungen


Die Personalkommission beriet die Vorlage an 2 Sitzungen in Anwesenheit von Regierungsrat Adrian Ballmer, Personalchef Christoph Bucher, sowie zeitweise Generalsekretär Dr. Martin Leuenberger, Heinz Hofmeier, Personaldienstleiter Lehrpersonen und Beatrice Krebel vom Personalamt. Die Vertreter der Erziehungs- und Kulturdirektion orientierten über die komplexen Verhältnisse der verschiedenen Schulstufen mit unterschiedlichen Pflichtstundenzahlen. Weil die JMS als Besonderheit auf drei unterschiedlichen Schularten geführt wird, habe sich die EKD punkto Pflichtstundenzahl der JMS-Lehrkräfte für einen Mittelweg entschieden. In der nachfolgenden Diskussion kam einhellig zum Ausdruck, dass die Kommission nicht gewillt ist, die Erhöhung der Pflichtstundenzahl für eine einzelne Gruppierung rückgängig zu machen. Insbesondere wurde auf den laufenden Auftrag der "Projektgruppe Arbeitszeitmodelle für Lehrpersonen" hingewiesen, welche bis spätestens zum Schuljahr 2004/2005 ihre Vorschläge dem Landrat zu unterbreiten habe. Eine Kommissionsminderheit plädiert für eine Rückweisung der Vorlage an den Regierungsrat, mit dem Auftrag, das Thema breiter abzuhandeln und insbesondere eine Vorlage auszuarbeiten, welche Entscheide bei den JMS-Lehrkräften, das erkannte Problem der Kindergärtnerinnen und die nichtwissenschaftlichen Fächer an den Gymnasien beinhaltet. Eine Mehrheit der Kommission spricht sich für Nichteintreten aus mit der Begründung, es sei der Bericht der Arbeitsgruppe abzuwarten und hier nicht vorzugreifen. Gegenstand der jetzigen Vorlage sei nicht generell die Lehrerarbeitszeit, sondern die Pflichtstundenzahl einer einzelnen Gruppe.


://: Die Personalkommission entscheidet sich in der Ausmehrung zwischen dem Antrag auf Rückweisung mit Auftrag und dem Antrag für Nichteintreten mit 5 zu 2 Stimmen für Nichteintreten.




3. Antrag


Die Personalkommission beantragt dem Landrat, auf die Vorlage nicht einzutreten.


Im Namen der Personalkommission
Der Präsident: Dölf Brodbeck


Münchenstein, 29. November 2001



Back to Top