2001-154

Bereits in den Schlussfolgerungen des Altersberichts von 1998 ist nachzulesen, dass im Kanton Basel-Landschaft in den nächsten 15 Jahren aufgrund des starken Wachstums der vergangenen Jahrzehnte eine überdurchschnittliche demographische Alterung stattfinden wird. Dort ging man davon aus, dass die Zahl der Betagten (über 65 Jahre) gegenüber 1995 um 11'000 auf 37'000 ansteigen werde und dass die Zahl der Hochbetagten (über 80 Jahre) von 7'000 um rund 4'000 Personen auf 11'600 zunehmen werde. Ebenfalls nachzulesen war, dass sich das Alter beim Heimeintritt nach oben verschoben hat und heute im Durchschnitt bei 87 Jahren liegt. Die Gründe für diese Verschiebung sind bekannt: wesentlich besserer Gesundheitszustand, Auf- und Ausbau der Spitex-Dienste etc.


Inzwischen zeigt sich, dass die Zahl der Betagten und Hochbetagten schneller wächst als bis vor kurzem noch angenommen wurde.


Parallel dazu verändern sich die gesellschaftlichen Strukturen massiv: Veränderung der Familienstrukturen, oft Einpersonenhaushalte, meist weit entfernt von der restlichen Familie ; Frauen stehen infolge beruflicher Tätigkeit für die Betreuung oft nicht mehr zur Verfügung ; bevorzugte Pflege zu Hause wird durch fehlende Einbettung in stützendes Umfeld erschwert oder verunmöglicht (Kinder der Hochbetagten oft selber im Rentenalter).


Ferner gilt es, die Auswirkungen auf die Altenbetreuung zu beachten, die sich aufgrund der gesetzlichen Veränderungen im Rahmen des KVG ergeben. Sowohl die Leistungsdauer als auch die Hospitalisationsdauer in Akutspitälern wurden verkürzt; ebenso wurden die Spitex-Einsätze zeitlich limitiert; neu eingeführt wurden die sog. Pflegestufen in Pflege-Institutionen mit entsprechenden Kostenfolgen. Bei Inkrafttreten der nächsten KVG-Revision, welche die Einführung von Fallkosten verlangt, wird ein massiver Schub eintreten, die Patienten noch früher in die Rehabilitation oder die Alters- und Pflegeheime zu verlegen.



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