Vorlage an den Landrat

6. Projektanpassungen und -erweiterungen / Verpflichtungskredit


Zum heutigen Zeitpunkt sind verschiedene Projektanpassungen im Bereich Technik und Betrieb notwendig. Ebenfalls wird von Seiten Nutzer die Erweiterung des Projekts "KSL 95" durch den zusätzlichen Umbau der Eingangshalle beantragt. Diese Leistungen werden zusammen mit den Mehrkosten als Verpflichtungskredit (§3 des Dekrets zum Finanzhaushaltgesetz) beantragt.




6.1 Projektanpassungen


Hier handelt es sich um nachträglich als notwendig erkannte Anpassungen an betriebliche Systeme, welche erst durch den Gebrauch und den ordentlichen Betrieb voll realisiert worden sind.


a) Netztrennung
Die notwendige Kühlleistung für die Raumkonditionierung wird im KSL durch die Nutzung der vorhandenen Grundwasser-Fassung erbracht. Im Zuge der Erweiterung und Sanierung des Spitals ist der Bedarf an Kühlleistung angestiegen. Die dadurch notwendig gewordene Erhöhung der Durchflussmenge hat zu dauernd wiederkehrenden Schäden an den bestehenden und neuen Registern für den Wärmeaustausch in den Lüftungs-Systemen, geführt. Durch den Einbau einer Netztrennung wird ein separater Kreislauf für das Grundwasser und das eigentliche Kühlwasser geschaffen.
Kosten für den Einbau einer Netztrennung inkl. Honorare Fr. 1'290'000.--


b) Befeuchtung Lüftung Bettenhaus 1
Entsprechend den Vorgaben im bewilligten Bauprojekt wurde im Bettenhaus 1 keine Befeuchtung der Raumluft vorgesehen. Im Bettenhaus 2 (Neubau) ist eine solche Befeuchtung eingebaut, aber noch nicht in Betrieb genommen worden. Häufige Beschwerden über Augenleiden des Spitalpersonals haben die Spitalleitung bewogen, diese Luftbefeuchtung im kommenden Winterhalbjahr zu aktivieren. Ergibt sich aus den Rückmeldungen des Personals im Frühjahr 2002 der eindeutige Schluss, dass die gesundheitlichen Probleme auf die zu trockene Raumluft zurückzuführen sind, drängt sich der Einbau der Befeuchtung auch in den Anlagen des Bettenhauses 1 auf.
Kosten für die Nachrüstung einer Befeuchtung im Bettenhaus 1 Fr. 388'500.--


c) Legionellenbehandlung
Die im Auftrag des Kantonsspitals Liestal durch das Kantonale Laboratorium Basel-Landschaft durchgeführten Legionellenmessungen haben in diversen Teilobjekten Resultate ergeben, die Korrekturmassnahmen erfordern. Bisher wurde versucht, das Problem mit der zeitweiligen Erhöhung der Temperatur des Brauchwarmwasser zu bekämpfen. Da die ergriffenen Massnahmen nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, ist der Einsatz weitergehender Massnahmen zur Gewährleistung des Hygienestandards im Spitalumfeld erforderlich.
Kosten für die Massnahmen Legionellenbehandlung Fr. 140'000.--


d) Rechenzentrum
Das KSL Rechenzentrum im Geschoss U1 ist bezüglich Raumanforderungen und Ausbaustandard im heutigen Zustand ungenügend. Es war daher im Rahmen des Projekts KSL95 vorgesehen, benachbarte Räume dem Rechenzentrum zuzuschlagen. Beim angrenzenden Telefon-Zentralenraum bestehen ähnliche, unbefriedigende Zustände. Dieser ist zerstückelt und der Arbeitsbereich ist vom sensiblen Hardware-Bereich ungenügend abgetrennt. Zudem ist in naher Zukunft der Ersatz der vorhandenen TVA (Teilnehmer-Vermittlungs-Anlage) geplant, was den Raumbedarf stark vermindern wird. Im Laufe der letzten Jahre hat sich gezeigt, dass die Bereiche Rechenzentrum (EDV) und Telefonzentrale (TVA) vermehrt zusammenwachsen werden. Diesem Umstand wird mit dem neu gestalteten, gemeinsamen und flexibleren Layoutkonzept, Rechnung getragen.
Zusatzkosten für den Ausbau des Rechenzentrums inkl. Honorare Fr. 707'000.--
Total für die Zusatzleistungen a) bis d) inkl. Honorare Fr. 2'525'500.--




6.2 Projekterweiterung Eingangshalle


Im genehmigten Bauprojekt 1994 war vorgesehen, die Räumlichkeiten im Bereich des Haupteingangs und Spitalempfangs zu belassen und sanft zu sanieren. Im Jahr 2000 - die Baufertigstellung im Jahre 2002 ist absehbar - wurde von Seiten des Nutzers der Antrag gestellt, den Eingangsbereich analog den erweiterten öffentlichen Räumen im Erdgeschoss wie Aufenthalt, Kiosk und Cafeteria zu modernisieren und den neuen Anforderungen an einen kundenfreundlichen Empfang anzupassen. Dazu ist eine Projekterweiterung mit baulichen Massnahmen und einer Umgestaltung der Eingangshalle, des Empfangs sowie der angrenzenden Büroräumlichkeiten notwendig.
Umbau und Neugestaltung Eingangshalle inkl. Honorare Fr. 1'300'000.--



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