Vorlage an den Landrat

1. Zusammenfassung


Der Kanton Basel-Landschaft betreibt heute zwischen den verschiedenen Standorten der kantonalen Verwaltung wie auch mit rund 50 Gemeinden auf Kantonsgebiet ein Datennetzwerk. Auslöser für den Anschluss der Gemeinden an das heutige Kantonsnetz waren die Steueranwendungen im Jahre 1995. Inzwischen gibt es Gemeinden, die weitere Dienste anwenden, wie z.B. ZAR (Zentrales Ausländerregister), PISA (Personalinformations-System Armee), Intranet/Internet und Mail. Vor allem aber auch die kantonalen Stellen wie Polizeiposten, Bezirksschreibereien, Justiz, Schulen (nur Verwaltungsteil), RAV sowie viele weitere Dienststellen nutzen die Verbindungen des Kantonsnetzes. Der Bund selber unterhält ein Netzwerk zu allen Kantonen der Schweiz (KOMBV-KTV) und separat zum EJPD. Darüber können Anwendungen, die der Bund zur Verfügung stellt (z.B. RIPOL), genutzt werden.


Eine eingehende Analyse des heutigen Netzwerkes hat die Basis für die Ausarbeitung der Strategie geliefert, welche in einer Arbeitsgruppe mit Mitgliedern der Direktionen und einer Vertreterin der Gemeinden zusammen mit der Firma AWK Engineering AG in einer Vorstudie erarbeitet worden ist. Als Resultat hat sich ergeben, dass aus Kapazitätsgründen das heutige Netzwerk durch ein neues abzulösen ist. Bedingt durch die Zunahme vernetzter Anwendungen und den Bedarf nach höheren Bandbreiten erhält das Netzwerk mehr und mehr eine strategische Bedeutung für die heutige Aufgabenerfüllung der kantonalen Verwaltung. Ein schnelles Netzwerk öffnet aber auch Türen für neue Möglichkeiten wie Konzentration der Server an wenigen Standorten, Telefonintegration in das Datennetz (IP-[Internet-Protokoll]-Telefonie), Multimedia- und E-Government-Anwendungen.


Bis anhin wurden für unterschiedliche Distanzen verschiedene Technologien verwendet. Durch den Einsatz von Glasfasern kann die schnelle und kostengünstige Ethernet-Technologie (Marktleader) die im Kanton eingesetzten und veralteten Technologien (Token Ring [TR], Frame Relay [FR] und Fiber Distributed Data Interface [FDDI]) ablösen. Eine gemeinsame Ausschreibung von WAN [Wide Area Network] und MAN [Metropolitan Area Network = Netz im Bereich Liestal] hat den Vorteil, dass eine einheitliche Technologie und ein einheitlicher Lieferant gewählt werden können. Dies vereinfacht sowohl die Implementierung als auch den anschliessenden Betrieb.


Der Regierungsrat legt deshalb mit dieser Vorlage das Projekt "Neues Kantonales Netzwerk WAN und MAN" vor. Es sollen wesentliche Teile des heutigen WAN-Backbone-Netzes sowie das MAN abgelöst werden, um auch in Zukunft die gestellten Anforderungen erfüllen zu können.


Die dadurch ausgelösten einmaligen Kosten belaufen sich auf Fr. 4'691'000.-- (inkl. MwSt), die jährlichen Betriebskosten auf Fr. 1'837'000.-- (inkl. MwSt). Letztere betragen beim heutigen, wesentlich weniger leistungsfähigen System rund Fr. 1'350'000.--.



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