Vorlage an den Landrat

A. Zusammenfassung


Das Archäologiegesetz (ArchG) - hervorgegangen aus der Motion 92/47 - stellt die Tätigkeit der kantonalen Archäologie, die sich seit Jahrzehnten in einem juristisch kaum fassbaren Bereich bewegt hat, auf eine rechtsverbindliche Basis. Das Inventar der gefährdeten archäologischen Denkmäler und Fundstellen (archäologischen Stätten und Zonen) verschafft der Archäologie die Möglichkeit, mit Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sowie Bauwilligen so frühzeitig in ein verbindliches Gespräch zu kommen, dass beiden Seiten gedient ist: Viele der noch unerforschten Fundstätten können vor plötzlicher und zufälliger Zerstörung gesichert werden, und die Bauherrschaften wissen frühzeitig, dass auf ihren Grundstücken mit archäologischen Untersuchungen zu rechnen ist, bevor ein Bauvorhaben realisiert wird.


Falls die Aufnahme einer Stätte ins Inventar mit unzumutbaren Kosten verbunden wäre, kann der Regierungsrat fallweise auch auf die Aufnahme verzichten.


Das Gesetz verbessert den Status Quo der archäologischen Fachstellen in entscheidender Weise, sichert die Handlungsfähigkeit der kantonalen Archäologie und bietet eine Verfahrens-sicherheit, die ohne Gesetz nicht gegeben ist. Es verursacht aber weder eine Flut neuer Ausgrabungen, noch verlangt seine Anwendung nach zusätzlichem Personal, noch löst es eine Kos-tenexplosion durch zusätzliche Grabungen aus.


Gestützt auf die Erfahrungen mit dem Gesetz über den Denkmal- und Heimatschutz (DHG), das unten immer wieder vergleichend zitiert wird, konnte ein sehr schlankes Gesetz mit nur 26 kurzen Paragraphen entstehen.



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