2000-188

Landrat / Parlament


Postulat von Heinz Mattmüller: Spray - Ex - Dienst gegen illegale Sprayereien.



Geschäfte des Landrates || Hinweise und Erklärungen



Autor: Heinz Mattmüller, SD

Eingereicht: 21. September 2000


Nr.: 2000-188





Trotz vielfältiger Aktionen mit entsprechender Publizität ist der Kampf gegen den Vandalismus des illegalen Sprayens eine Sisyphusarbeit. Die SBB, welche durch Sprayereien jährlich Schäden in Millionenhöhe erleiden, sind vor kurzem zur Taktik der konsequenten Entfernung übergegangen. Je schneller solche Grafittis oder Tags entfernt werden, umso geringer ist der Anreiz, neue anzubringen. Diese Nulltoleranz-Strategie wird auch von der Stadt Zürich und verschiedenen Landgemeinden erfolgreich angewendet. Das Hochbauamt der Stadt Zürich hat in einer Medienmitteilung wissen lassen, dass sich die Situation vor allem in der Innerstadt inzwischen markant verbessert habe. Eine durchmischte Bilanz ist nur bei den Hauseigentümern auszumachen, weil diese aus finanziellen Gründen manchmal resignieren. Darum ist man in Zürich dazu übergegangen, besprayte private Liegenschaften durch eine Reinigungsequipe des ergänzenden Arbeitsmarktes kostenlos zu reinigen, so dass die betreffenden Hauseigentümer nur mehr die benötigte Deckfarbe bezahlen müssen. In der Gemeinde Uster werden die auf den Fassadenton abgestimmten und eingelagerten Farbmischungen sogar kostenlos aufgetragen. Der Projektleiter des Spray - Ex - Dienstes zieht eine sehr positive Bilanz und weist zugleich auf das gute Echo aus der Bevölkerung hin.

Ich bitte daher den Regierungsrat zu prüfen und zu berichten, wie in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, eventuell mit der Gebäudeversicherung und weiteren interessierten Organisationen, ebenfalls ein Spray - Ex - Dienst im Kanton Baselland angeboten werden könnte.


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