2000-170

Landrat / Parlament


Postulat von Maya Graf: Ein Oeko-Label für den Baselbieter Wald



Geschäfte des Landrates || Hinweise und Erklärungen



Autor: Maya Graf, Freie Grüne Liste (Mitunterzeichnerinnen/Mitunterzeichner: Abt, Aebi, Aeschlimann, Bloch, Brassel, Bucher, Chappuis, Fuchs, Halder, Jäggi, Jermann H., Joset, Klein, Krähenbühl B., Laube, Maag, Meschberger, Meury, Nussbaumer, Portmann, Rudin Ch., Rudin K., Schmied, Stöcklin, Wüthrich, Wyss D., Ziegler, Zimmermann A.)

Eingereicht: 7. September 2000


Nr.: 2000-170





Vor zwei Jahren erhielt der Kanton Solothurn für die nachhaltige Bewirtschaftung seines Waldes als erster im deutschsprachigen Raum eine international anerkannte Auszeichnung: das Label des Forest Stewardship Council (FSC). In der Zwischenzeit ist der Solothurner Wald fast flächendeckend zertifiziert und es sind Parzellen in Stadt und Kanton Zürich, Winterthur, Aargau, Graubünden, Schaffhausen, Thurgau und Genf dazugekommen: Ende Jahr werden bereits 12 Prozent der Schweizer Holzproduktion das FSC-Zeichen tragen oder 70'000 Hektaren Schweizerwald.

Die Internationale Stiftung Forest Stewardship Council mit Sitz in Mexiko hat das FCS-Baumsignet lanciert. Das Ziel ist, international geltende Standards für ökologisch und sozial verträglich bewirtschaftete Wälder aufzustellen und deren Produkte mit transparenter Herkunft dann mit höherem Gewinn zu verkaufen. Diese Label wird darum weltweit von Umweltschutzverbänden in Zusammenarbeit mit den Waldbesitzerlnnen und dem Holzhandel erfolgreich propagiert. In Schweden sind heute schon 40% der Wälder zertifiziert.


Auch in der Schweiz ist das Label auf Erfolgskurs: die Migros will bis ins Jahr 2005 nur noch FSC-Holz anbieten: von Möbeln über Do-it-yourself bis zur Holzkohle, die Coop Schweiz geht noch weiter: sie will bis Ende 2002 ganz auf FSC-Holz aus vorwiegend Schweizer Produktion umstellen. Für die WaldbesitzerInnen im Kanton Solothurn haben sich die Investitionen ebenfalls gelohnt: Kurzfristig werden bessere Preise bezahlt, langfristig können neue und sichere Verkaufskanäle erschlossen werden. Im stark internationalen Holzhandel ist es für die Schweizer WaldbesitzerInnen wichtig auf ein europaweit bekanntes und akzeptiertes Label wie das FCS zu setzen.


Unser Baselbieter Wald wurde schon immer nachhaltig bewirtschaftet und geniesst das breite Wohlwollen der Oeffentlichkeit. Für die BesitzerInnen (81 % davon sind Bürgergemeinden, Gemeinden, Kanton oder Bund) bietet das Oekolabel eine grosse Chance für einen langfristig gesicherten und nachhaltigen Holzhandel.


Ich bitte daher den Regierungsrat zu prüfen, mit welchen geeigneten Massnahmen er in Zusammenarbeit mit dem Waldwirtschaftsverband beider Basel die Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen in unserem Kanton unterstützen kann, damit eine breite FSC-Zertifizierung des Baselbieter Waldes möglich wird.


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