2000-169

Landrat / Parlament


Postulat von Roland Bächtold: Bevormundung von Drogenabhängigen die von der Fürsorge Leben



Geschäfte des Landrates || Hinweise und Erklärungen



Autor: Roland Bächtold, SD-Fraktion

Eingereicht: 7. September 2000


Nr.: 2000-169





Um das grösste Gesellschaftsproblem (DROGENMISSBRAUCH) in der Griff zu bekommen, wurde schon vieles probiert. Tatsache ist, dass immer mehr abhängige von der Fürsorge leben und trotzdem ungehindert ihrer Sucht nachgehen können. Die öffentliche Hand, genauer gesagt die Steuerzahler müssen das Suchtproblem mitfinanzieren und haben dabei nichts zu sagen. Bekannt ist, das Süchtige nur auf eigene Initiative und freiwillig davon ablassen, was nur selten der Fall ist. Von Sucht frei zu kommen ist weitgehend eine Willenssache und auch eine Erziehungsfrage. Da unsere Gesellschaft weitgehend am weltweiten Drogenproblem mitschuldig ist, ist es auch die Pflicht dieser Gesellschaft das Übel zu bekämpfen und insbesondere den Süchtigen zu helfen einen Weg von der Sucht zurück zu finden. Weshalb trotz vieler Therapiemodelle und Maßnahmen noch nichts effizientes geschehen ist die süchtigen vom Konsumieren abzuhalten liegt wahrscheinlich daran, dass gewisse Kreise am Drogenhandel so gut verdienen, dass gar kein Interesse besteht den Süchtigen zu helfen. Da aber nur der Drogenhandel von den Süchtigen provitiert und die Steuerzahler den Kampf gegen das Drogenelend finanzieren müssen, soll der Steuerzahler bestimmen wie und auf welche Art Drogenbekämpfung betrieben werden soll. Drogenabhängige die von der Sozialfürsorge leben, oder nachweislich so tief dem Drogenelend verfallen sind, dass sie dem Staat zur Last fallen, sollten sich nicht ungehindert und frei in der Gesellschaft bewegen dürfen.

Ich bitte den Regierungsrat zu prüfen, ob eine gesetzliche Möglichkeit besteht, Drogenabhängigen die von der Fürsorge leben von Amtes wegen einen Beistand zu geben, oder diese zu bevormunden.


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