2000-167

Landrat / Parlament


Postulat von Peter Holinger: betreffend Gesamtkonzept der beruflichen Nachwuchsförderung



Geschäfte des Landrates || Hinweise und Erklärungen



Autor: Peter Holinger, SVP (Krähenbühl J., Ryser, Zimmermann R.)

Eingereicht: 7. September 2000


Nr.: 2000-167





Die in zahlreichen Branchen ansteigende Konjunkturlage zeigt klar, dass bereits wieder ein mehr oder weniger akuter Fachkräftemangel besteht. Selbst an Temporärkräften mangelt es. Der Grund liegt unter anderem im ungebremsten Drang zu den Mittel- und Hochschulen.

Der Wirtschaftsstandort Baselland kann aber nur erfolgreich bestehen, wenn er neben qualifizierten Universitätsabgängern und Absolventen der Technikerschulen über ebenso qualifizierte berufliche Fachleute verfügt. Auch wenn die Berufs- und Gewerbeverbände zielstrebig und mit grossem Finanzeinsatz den Berufsnachwuchs fördern, etwa durch Schnuppertage, Motivationskampagnen und insbesondere durch zeitgemässe Berufsbilder, ist die staatliche Mitwirkung unerlässlich. So ist der Irrglaube, nur eine akademische Ausbildung bringe Erfolg und Ansehen, vor allem durch den Staat über seine Volksschule und die staatlichen Berufsberatungen zu bekämpfen. Auch die Bedarfsabklärung sollte der Staat mit den Berufsverbänden gemeinsam vornehmen.


Der Regierungsrat wird beauftragt, ein Konzept vorzulegen, welches die Förderung des beruflichen Nachwuchses im Kanton Baselland ganzheitlich und umfassend regelt. Insbesondere mit einzubeziehen ist die seit Jahren erfolgreiche Sonderausstellung "Berufsschau in Pratteln" sowie deren Finanzierung wie auch die Aktivitäten der einzelnen Berufsverbände. Ein besonderes Augenmerk ist auf die strategisch wichtigen Berufe zu richten.


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