2000-247

Analysen der Entwicklungen auf dem Gesundheitsmarkt ergeben, dass im Bereich der frei praktizierenden Ärzteschaft der Nachwuchs zahlenmässig zu gross ist, wenn sich dieser Bereich in der jetzigen Grösse stabilisieren und nicht - wie in den vergangenen Jahren - stark anwachsen soll.

Nun wurden verschiedene Modelle diskutiert, wie das Wachstum dieses Bereiches gedämpft werden kann, so z.B. Wartejahre für junge Ärzte vor einer Praxiseröffnung, obligatorische Praxisschliessungen von Ärzten im Pensionierungsalter oder die Aufhebung des Vertragszwanges der Krankenversicherer.


Da der Kanton Basel-Landschaft bei der Ausbildung von jungen Ärztinnen und Ärzten an der medizinischen Fakultät in Basel Verantwortung und Finanzierung mit trägt, stellt sich die Frage, ob er nicht auch bei der Anzahl der Ausbildungsplätze auf eine Anpassung an den - mengenmässig stabilisierten - Bedarf an frei praktizierenden Ärztinnen und Ärzten hinarbeiten sollte.


Die heutige Anzahl der Ausbildungsplätze wird im wesentlichen durch den Bedarf an ärztlichem Personal an den Spitälern definiert. In der Regel verlässt eine Ärztin nach der Assistenz- und Oberarztphase das Spital gezwungenermassen und eröffnet eine freie Praxis. Sollte die Anzahl der Ausbildungsplätze aus obengenannten Gründen reduziert werden, muss folglich in den Spitälern bei der Ausgestaltung der Spitalärztelaufbahnen ebenfalls auf eine geschickte Anpassung hingearbeitet werden. Qualifikation und Motivation des ärztlichen Personals darf auch bei einer längerdauernden oder gar das ganze Berufsleben dauernden Tätigkeit im Spital nicht leiden.


Die Auswirkung des freien Personenverkehrs bei der Inkraftsetzung der bilateralen Verträge kommt als weiterer Faktor hinzu.


Ich bitte deshalb den Regierungsrat, zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen. Ich bitte um schriftliche Beantwortung.


Back to Top