Sanierung und Ausbau Kaserne Liestal; Baukreditvorlage

1. Zusammenfassung

Am 11. Februar 1999 stimmte der Landrat der Vorprojektvorlage betreffend Sanierung und Ausbau der Kaserne Liesal zu und beauftragte den Regierungsrat eine Baukreditvorlage auszuarbeiten.

Gleichentags wurde dem Neubau einer Dreifachsporthalle (Mehrzweckhalle) Kaserne Liestal als erste Realisierungs-Etappe zugestimmt und der dafür notwendige Verpflichtungskredit bewilligt.

In den letzten Jahren wurden ebenfalls die zum Waffenplatz Liestal gehörenden Ausbildungsanlagen Oristal, Sichtern und Seltisberg durch den Bund kontinuierlich ausgebaut und erneuert. Mit dem hier vorgestellten Bauprojekt soll die Ausbildungsinfrastruktur der historisch gewachsenen Kasernenanlage in der Stadt Liestal erneuert und zeitgemäss ausgebaut werden.

Ziel dieses Vorhabens ist es, gestützt auf ein klares Nutzungs- und Raumkonzept für ein Kompetenz- und Ausbildungszentrum der Territorialinfanterie sowie auch unter Berücksichtigung der Armeereform, dem Landrat einen Baukredit für die Gesamtsanierung der bestehenden Kaserne des Waffenplatzes Liestal zu beantragen.

Dieser nördlich des Jura in der bevölkerungsreichen Agglomeration Basel gelegene Waffenplatz wird gemäss Ausbildungskonzept VBS und Entscheid Bundesrat auch in Zukunft und im Lichte der Armee XXI für die militärische Ausbildung von Bedeutung sein.

Bei der bisherigen Planung für die Sanierung und den Ausbau der Kaserne ging es darum, eine möglichst hohe Flexibilität der Nutzung sicher zu stellen, damit diese auf die späteren Rahmenbedingungen und Ausbildungskonzepte der Armee XXI abgestimmt werden kann.

Die überarbeiteten Planungsgrundlagen des Generalstabes messen deshalb der Multifunktionalität einer Ausbildungsanlage eine hohe Bedeutung zu. So sollen zukünftig Waffenplätze über eine moderne Unterkunfts-, Freizeit-, Arbeits- und Lehrinfrastruktur sowohl für Einheiten der Truppe wie auch für Offiziers- und Fachkurse verfügen.

Das Raum- und Nutzungskonzept, das in enger Zusammenarbeit mit Generalstab, Heer und Gruppe für Rüstung des VBS erarbeitet worden ist, sieht folgendes Ausbau- und Sanierungskonzept vor:

Hauptgebäude: Anpassung und Sanierung
- Schulkommando, Verwaltung, Ausbildung, Unterkunft Truppe und Nebenräume Verwaltung

Kantinengebäude: Umbau und Sanierung
- Gaststube, Restaurant mit Produktion und Nebenräumen, Freizeitzentrum der Truppe, Aufenthalts- und Essraum Offiziere und Instruktoren
- Der Bereich Gaststube, Restaurant kann auch durch Zivilpersonen genutzt werden

Dienstgebäude: Neubau
- Verpflegung der Truppe mit Kücheneinrichtungen, Fw-Magazine, Retablierungsstände und Wachtlokal mit Zugangsporte
- Theorieräume, Schiesskinos und Vortragssaal
- Unterkunft für Of Schulstab, Instruktoren und Gäste

Magazingebäude: Neubau
- Material-, Zeughausmagazine und MWD-Räume
- Unterirdisches Parking für militärische Fahrzeuge

Träger des Sanierungs- und Ausbauprojektes ist der Kanton Basel-Landschaft, der Bund beteiligt sich aufgrund einer vertraglichen Regelung mit rund 70 % an den Kosten.

Bei Gesamtinvestitionskosten von Fr. 39 080 000.-- beträgt der Beitrag des eidg. Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport gemäss Sanierungsvereinbarung Fr. 25 068 560.--.

Sofern im ersten Semester 2000 ein rechtskräftiger Entscheid des Landrates vorliegt und im Rahmen der Botschaft über militärische Immobilien 2001 des VBS die Kreditzusage durch National- und Ständerat in der Herbst- bzw. Wintersession erfolgen, kann mit den Bauarbeiten im April 2001 begonnen werden.
Der Bezug der sanierten und neuerstellten Räume durch die Truppe ist vorgesehen für Januar 2003.

Für die Realisierung der Sanierung und den Ausbau der Kaserne Liestal wird ein Kredit von Fr. 37 400 000.-- beantragt (nach Abzug des bereits bewilligten Projektierungskredites).


Fortsetzung


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