2000-133

Landrat / Parlament


Postulat von Ruedi Moser: Sport und Umwelt an runden Tisch



Geschäfte des Landrates || Hinweise und Erklärungen



Autor: Ruedi Moser, FDP (Bloch, Brodbeck, Bucher, Frey, Fritschi, Geier, Gerber, Grollimund, Haas, Hilber, Holinger, Kohlermann, Krähenbühl J., Laube, Mangold, Nufer, Nussbaumer, Pegoraro, Plattner, Ribi, Ritter, Rudin K., Schär, Schneeberger, Stöcklin, Thöni, Van der Merwe, Wullschleger, Wüthrich und Zimmermann R. (30))

Eingereicht: 8. Juni 2000


Nr.: 2000-133





Von der Rechtsetzungs-Maschinerie wirkt sich immer wie mehr auch auf den Sport aus. Dann nämlich, wenn die Folgen erst in der Umsetzung der Gesetze erkennbar werden. So geschehen im Bereich der Umwelt (Lärmimmissionen, Gewässer-, Wald- und Landschaftsschutz).

Konkret sehen sich die Kletterer und Orientierungsläufer ihrer „Stadien", auf der einen Seite die kletterbaren Felswände und auf der anderen Seite die Wälder, durch Verbote und Einschränkungen bedroht, weil diese die Ausübung ihrer Sportart weitgehend verunmöglichen. Beispiele sind der Gerstel ob Waldenburg, wo seit kurzem das beliebte Klettergebiet mit stark einschränkenden Massnahmen für Kletterer unattraktiv gemacht wurde, oder das Naherholungsgebiet Rütihard, wo in einem rund 24 ha grossen Waldgebiet „jede sportliche Veranstaltung" untersagt wird. Möglich wurden diese Verbote durch das Natur- und Landschaftsschutzgesetz von 1992. Der Regierungsrat kann nämlich auf Antrag der Einwohnergemeinden und unter Federführung des Amtes für Raumplanung derartige Naturschutzgebiete ausscheiden. Im Gesetz ist allerdings auch vermerkt, dass neben den sicher achtenswerten Bestrebungen des Naturschutzes auch die gesellschaftlichen Ansprüche angemessen zu berücksichtigen sind. Zu diesen gehört in zunehmendem Mass der Sport, dessen berechtigterweise enorme Bedeutung gerade jetzt wieder ins Bewusstsein vieler Menschen gerät. Man denke nur an die Gesundheitsförderung durch Sport.


Warum sollen denn gerade zwei naturverbundene Sportarten verbannt werden, die ohne Zuschauer und ohne Medienrummel erzieherisch wertvolle Jugendarbeit leisten?


Der Regierungsrat ist deshalb aufgefordert eine ständige Kommission „Sport und Umwelt" zu etablieren, damit die beteiligten Verbände und Behörden ihre Anliegen in einer dafür geeigneten Plattform vorbringen und ausdiskutieren können.


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