Sanierung der SBB-Niveauübergänge in der Gemeinde Grellingen

4.2 Ergebnisse der Vernehmlassung zu den Varianten 1999


4.2.1 Gemeinderat Grellingen


"Variante 1 erachten wir als nicht realisierbar. Die Vorteile sind lediglich marginal und bieten keine Lösung für die Hauptanliegen, die Aufhebung der vier Niveauübergänge. Diese Variante ist für uns nicht akzeptabel und wird abgelehnt.


Variante 3 hat einige gute Ansätze. Der Verkehr wird aus dem südlichen Quartier ausgelagert und das Dorfbild wird durch keinen neuen Strassenkörper belastet. Ungünstig erachten wir jedoch, dass der Niveauübergang Nunningerstrasse bestehen bleibt und wertvolles Land im Seetel für die Verbindung Nunninger-/Seewenstrasse benötigt wird. Die Variante erfüllt unsere Vorstellung nur ungenügend, weshalb wir sie in dieser Form ebenfalls ablehnen.


Variante 2 beinhaltet viele gute Lösungselemente. Das Projekt sollte jedoch geändert werden und das Viadukt weiter ostwärts auf Höhe der Pforte der Firma Ziegler Papier AG verschoben werden. Als Kernstück werden drei Niveauübergänge aufgehoben. Die Variante beinhaltet Elemente des vom Ingenieurbüro Schmidlin & Partner AG, Laufen, ausgearbeiteten Projektes und des Gegenvorschlages, der vom Ingenieurbüro Gruner AG im Auftrag der Firma Ziegler AG eingebracht worden war.
Die Realisierung könnte durchaus in Etappen ausgeführt werden. In einer ersten Phase das Viadukt und in einer zweiten Phase die Verbindung zur Seewenstrasse. Zudem sollte für die Zukunft die Option einer Verkehrsspange über die Birs für einen Anschluss an die J18 offen gehalten werden. Als Beilage erhalten Sie eine Planentwurf mit einer Projektidee des Komitees SIVAG, der Ihnen einen Lösungsansatz vermittelt in der Art wie wir und die Realisierung der Aufhebung der Niveauübergänge vorstellen können. Wir bitten Sie, den Vorschlag als Ergänzung zu Ihrer Variante 2 zu betrachten.


Aufgrund unserer Bewertung beantragen wir Ihnen, die Variante 2 weiter zu bearbeiten. Ihren Projektvorschlag wäre jedoch abzuändern und das Viadukt als Kernstück weiter nach Osten auf die Höhe der Firma Ziegler AG zu verschieben."




4.2.2 Gemeinderat Duggingen


"Bei den ausgewählten drei Varianten wird die Verkehrswirksamkeit für das Dorf Duggingen nicht beurteilt. Zudem bleibt der Schleichweg zur J18 durch die enge Dugginger Dorfstrasse bestehen. Dieser Zugang zur J18 wird heute besonders in den Hauptverkehrszeiten stark von Strassenbenützern aus dem Raume Seewen, Bretzwil, Reigoldswil und sogar Liestal benützt. Die Variante 3 hingegen würde für Duggingen eine spürbare Verkehrsentlastung bringen, auch würde das schöne Wohnquartier "Neutal" der Gemeinde Grellingen vom Durchgangsverkehr befreit. Im Sinne der ursprünglichen Planung von anfangs 70er Jahre könnten mit dem Zusammenführen der Nunninger- und Seewenstrasse die Gemeinden Arlesheim und Dornach von Verkehr aus dem Dorneckberg stark entlastet werden. Als Ergänzung zur Variante "Unterführung Seewenstrasse" bei der Papierfabrik Ziegler muss unseres Erachtens auch die Lösung "SBB-Überführung Sennenmatt", mit kleiner Birsbrücke zwischen Sennenmatt und dem Büttenfeld und Zubringerstrasse zur Baselstrasse im Raume des alten Birskraftwerkes der Firma Schappe, noch überprüft werden."




4.2.3 SIVAG, Überparteiliches Komitee Sichere Verkehrsachsen Grellingen


".....Um die Chancen einer Endrealisierung (Lösungsvorschlag hinter welchem die Bevölkerung und die interessierten Gruppierungen stehen) markant zu verbessern, hat die SIVAG beschlossen, selber aktiv nach Problemlösungen zu suchen. Dabei wurden weder Kosten noch Mühen gescheut. Bei der Lösungssuche hat sich die SIVAG an Variante 2 (TBA-BL) orientiert.
An seiner letzten "grossen" Sitzung hat SIVAG einstimmig "Variante 3 SIVAG" zum Favoriten erkoren. SIVAG ist fest überzeugt, dass dieser Lösungsvorschlag die besten Realisierungschancen hat.


Vorteile der "Variante 3 SIVAG":
Die "Variante 3 SIVAG" kann/soll in 2 Bauetappen realisiert werden. Die 1. Bauetappe umfasst den "Bahnhofsbereich" mit Fussgängerunterführung im Bereich der jetzigen unbewachten Niveau-Überganges. Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass das Bahnhofgebäude erhalten bleibt, was einem Bedürfnis der Grellinger-Bevölkerung und der Bahnbenützer der ganzen Region entspricht. Die Kreisellösung ermöglicht ein problemloses "Wendemanöver" der Postautobusse. Gleichzeitig wirken die Kreisel verkehrsberuhigend auf den Privatverkehr. Bei der gesamten Planung wurde auf die Strassenanstösser grösstmögliche Rücksicht genommen, d.h. die Linienführung wurde so gewählt, dass wenn möglich öffentlicher Grund und Boden benutzt wird, was die Zahl von allfälligen Beschwerden gegen das Projekt reduzieren dürfte. Die Linienführung wurde auch so gewählt, dass möglichst wenig neue Strassen gebaut werden müssen, und dass sich diese harmonisch ins Orts- und Landschaftsbild einfügen. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der "Variante 3 SIVAG" liegt darin, dass bei der Realisierung der 2. Bauetappe eine Verbindungsstrasse über Bahn und Birs mit Anschluss an die J18 (zwischen Duggingen und Grellingen), ohne grössere technische Probleme realisiert werden kann (Bedarf vorausgesetzt).


Schlussbemerkungen:
Die Arbeitsgruppe "Niveauübergänge Grellingen" (vom Grellinger Gemeinderat eingesetzt), welcher 3 Gemeinderatsmitglieder, 2 Mitglieder der Interpellationsgruppe "Fussgängerunterführung" (SP-Grellingen) und 2 SIVAG-Mitglieder angehören, hat sich nach eingehenden Beratungen für die "Variante 3 SIVAG" entschieden (Mehrheitsbeschluss) und diese an den Gemeinderat überwiesen.
Der Vollständigkeit halber sei auch noch erwähnt, dass SIVAG die Variantenstudie bei der Papierfabrik Ziegler vorgestellt hat. An dieser Besprechung vom 16. August 1999 ist von Seiten Papierfabrik Ziegler keine Opposition angekündigt worden (eine Stellungnahme steht z.Zt. aber noch aus). SIVAG hat noch weitere Lösungsmöglichkeiten geprüft, ist aber der einhelligen Meinung, dass "Variante 3 SIVAG" die Lösung mit den besten Realisierungschancen ist."




4.2.4 SP, Sozialdemokratische Partei Grellingen


Gekürzte Wiedergabe der Stellungnahme:


Grundsätzliches:
Für die SP-Grellingen ist das Hauptanliegen die Verbesserung der Sicherheit für die Fussgänger und Velofahrer am Bahnübergang Nunningerstrasse.
Der öffentliche Verkehr hat erste Priorität und darf durch die Sanierung nicht behindert oder benachteiligt werden.
Eine Verkehrsachse zu sanieren, indem man das Dorfbild mit ästhetisch fragwürdigen Kunstbauten belastet und den gesamten Verkehr wieder ins Dorfzentrum führt, ist sehr fragwürdig.
Das Kosten/Nutzen-Verhältnis muss sich in einem vertretbaren Rahmen bewegen. Man darf nicht Millionen in eine Verkehrsachse investieren, wenn man damit ausser den Wartezeiten für Autos an den SBB-Schranken kein Problem löst.


Variante 1:
Die Variante 1, mit den zwingenden Optionen der Fussgänger-/Velo-Unterführung und der verbesserten Linieführung SBB, erachten wir als die minimalste Lösung.
Die Verbreiterung der Brücke für eine dritte Fahrspur ist aber nur vorstellbar, da die Brücke sowieso saniert werden muss.


Variante 2:
Variante 2 stellt klar die schlechteste aller Lösungen dar und ist eindeutig abzulehnen.


Variante 3:
Variante 3 ist trotz des Eingriffes in das Landschaftsbild die beste Variante.


Variante SIVAG:
Im wesentlichen ist es wieder das leicht abgeänderte alte Projekt des Kantons Bern. Das Projekt beinhaltet keine entscheidenden Verbesserungen gegenüber dem alten. Mit der Verlegung der Fussgängerunterführung zur Hohlen Gasse wird die Situation für den Fussgänger unzumutbar verschlechtert.


Aufgrund unserer Bewertung erachten wir die Variante 3 Aufhebung Bahnübergang Seewenstrasse als die beste der vier Varianten. Wir bitten Sie deshalb diese Variante weiter zu bearbeiten.




4.2.5 SBB


Gekürzte Wiedergabe der Stellungnahme:


Die Besetzung des Bahnhofes wird auf Mai 2000 aufgehoben. Die Räumlichkeiten werden jedoch teilweise anderweitig (zB. Wartsaal) genutzt. Im Falle eines Abbruches ist für entsprechenden Ersatz zu sorgen.


Variante 1:
Die Option 1 (Fussgängerunterführung) ist begrüssenswert. Die Ausgestaltung ist jedoch noch nicht ausgereift. Einerseits tangiert sie den Kiosk, andererseits müsste sie noch auf eine optimale Anbindung eines künftigen Aussenperrons an Gleis 3 ausgerichtet werden.
Gegen die als Option 2 aufgezeigt Kurvenstreckung von Gleis 3 mit der damit verbundenen kleineren Kurvenüberhöhung hat die SBB nichts einzuwenden. Da mit dieser punktuellen Massnahme aber für die SBB keinen Nutzen entsteht, ist eine finanzielle Beteiligung der SBB eher unwahrscheinlich.


Variante 2:
Diese Variante kann in der vorliegenden Form nicht akzeptiert werden.
Die Attraktivität für den Bahnkunden geht durch die massiven Umgestaltungen und Ausweitung der Strassenflächen verloren, so dass der Bahnhof Grellingen eine massive Abwertung erfährt. Für die wegfallenden Bauten (Kiosk, Wartsaal, etc.) wird kein ädaquater Standort aufgezeigt.
Die Perronkante an Gleis 2 wird zwischen Strasse und Gleis eingeklemmt. Insbesondere im zentralen Bereich entsteht eine nicht akzeptable Breite (hie sind mindestens 3 m erforderlich). Ausserdem fehlt die Anbindung an die Personenunterführung.
Die der Bahn verbleibenden Restflächen erlauben keine sinnvolle Nutzung.


Variante 3:
Bei dieser Variante ist eine rationelle Bedienung des Anschlussgleises der Firma Ziegler nicht mehr möglich. Es müsste eine Aufhebung ins Auge gefasst werden.
Die vorliegende Trassierung des Tunnels lässt einen Doppelspurausbau (2. Gleis ist auf der Südseite des heutigen Streckengleises vorgesehen), wie er im langfristigen Interesse des Kantons und der SBB liegt, nicht zu. Unseres Erachtens müsste das Objekt im Sinne einer Vorinvestition bereits auf das künftige, aber noch nicht aktuelle Ausbauprojekt Rücksicht nehmen.


Schlussbemerkungen:
Aus unserer Sicht können wir nur Variante 1 mit den von uns angeregten Optimierungen zustimmen. Um eine wirkliche Verbesserung der Situation erzielen zu können, stellt das im Jahre 1994 mit uns gemeinsam erarbeitete Bauprojekt immer noch die beste Lösung dar.




4.2.6 Postauto Nordwestschweiz


Gekürzte Wiedergabe der Stellungnahme:


Bei der Prüfung bezw. Bewertung der vorgeschlagenen Varianten beachteten wir primär die Bedürfnisse des Postauto Nordwestschweiz sowie die Interessen des öffentlichen Verkehrs.


Folgende Kriterien haben wir in unsere Überlegungen miteinbezogen:
Gewährleistung von SBB-Anschlüssen (Richtung Basel wie Laufen) mit dem Postauto
Kundenzufriedenheit
Qualitätssicherung
Erschliessung benachbarter Gemeinden
zukünftige Fahrzeugpolitik von Postauto Nordwestschweiz


Ein grosses Problem unserer Betriebabläufe sowie bei der Fahrplanerstellung sind derzeit die Schliesszeiten der Bahnübergänge in Grellingen. Auch wenn zwölfminütige Schliesszeiten eine Seltenheit sind, ist jede SBB-Verbindung die nicht gewährleistet werden kann ein grosses Ärgernis für unsrer Fahrgäste und Wagenführer.


Wir schlagen deshalb folgende Variante vor:
Variante 3 (nur Aufhebung Bahnübergang Seewenstrasse) ohne Realisierung der Verbindung Seetel, in Kombination mit den Optionen 1 und 2 (aus Variante 1).
Damit sind die Schliesszeiten beim Bahnübergang Seewenstrasse eliminiert.
Das Problem Schliesszeiten beim Bahnübergang Nunningerstrasse wird durch die Realisierung der Option 1 massiv entschärft. Mit der Fussgängerunterführung können die SBB-Anschlüsse auch bei geschlossenen Bahnschranken sichergestellt werden.
Die Option 2 verhindert, dass zukünftig tiefergelegte Fahrzeuge beim Überqueren des Bahnüberganges aufsetzen.


Aus der Sicht des öffentlichen Verkehrs macht die isolierte Realisierung einer der vorgeschlagenen Varianten wenig Sinn, da nur ein kleiner Teil der bestehenden Probleme gelöst würde.




4.2.7 Ziegler Papier, Grellingen


"Variante 1 würde unseren Bedürfnissen natürlich entgegenkommen, dass unser Werkverkehr besser abfliessen kann.


Variante 2 wurde von uns im Jahr 1995 in Zusammenarbeit mit der Firma Gruner AG entwickelt und damals als Alternative kurzfristig grob vorgestellt. einige Details sind noch zu besprechen, im wesentlichen ist diese Variante nach wie vor praktikabel.


Variante 3 ist "fast" so alt wie unsere Firma. Sie bringt einen vermehrten Verkehrsfluss auf der Seewenstrasse entlang unserer Firma. Die Werkausfahrt insbesondere zur Ostrampe würde stark erschwert. Der Lastwagenverkehr dahin würde über die Geleisanlage führen. Dadurch wäre die Ostrampe für Lastwagen zu oft versperrt. Diese Variante ist nur realisierbar, wenn die Werkausfahrt sauber gelöst werden kann."




4.2.8 Verwaltungsinterne Vernehmlassung


Variante 1:
Sie wird von keiner Amtsstelle abgelehnt und ist aus Sicht des öffentlichen Verkehrs eine optimale Lösung. Die Eingriffe in Natur- und Landschaftswerte sowie das Orstbild sind gering.
Die Optionen 1 und 2 sind sinnvoll und wünschenswert/erforderlich.


Variante 2:
Diese Variante wird sowohl befürwortet als auch abgelehnt. Die minimalistische Ausgestaltung des Bahnhaltepunktes verschlechtert die Attraktivität des ÖV-Knotens massiv.
Sie weist starke Eingriffe in Natur- und Landschaftswerte auf. Ebenfalls sind schwerwiegende Eingriffe ins Ortsbild (Überführung) und Gebäudeabbrüche zu verzeichnen.
Es werden Lärmschutzmassnahmen erforderlich.


Variante 3:
Sie wird von keiner Amtsstelle befürwortet. Die Querverbindung Seetel muss abgelehnt werden, da sie im Landschaftsschutzgebiet der Kategorie a) liegt.


Zur Variante, welche von der SIVAG im Rahmen ihrer Stellungnahme eingebracht wurde, hat die Verwaltung nicht Stellung genommen. Die Beurteilung dürfte aber in etwa derjenigen von Variante 2 entsprechen.




4.2.9 Zusammenfassung der Vernehmlassungen


Das Resultat dieser Vernehmlassungen könnte kaum widersprüchlicher sein. Es gibt für jede vorgeschlagene Variante Befürworter und Gegner. Selbst die von der SIVAG ausgearbeitete Variante hat auch in Grellingen Gegner.


Variante 1: Erweiterte Nulllösung
Zusammen mit den beiden Optionen 1 und 2 wird diese Variante von den meisten Stellungnehmenden befürwortet.
Einzig der Gemeinderat Grellingen lehnt diese Lösung als nicht akzeptabel ab.


Variante 2: Aufhebung Bahnübergang Nunningerstrasse
Neben 2 Befürwortern lehnen insbesondere das Amt für Raumplanung, die SBB und der Gemeinderat Grellingen diese Variante in der vorliegenden Form ab.
Mit den angeregten Änderungen aus der Vernehmlassung dürften die Kosten für diese Variante ca. 16 Mio. Fr. betragen.


Variante 3: Aufhebung Bahnübergang Seewenstrasse
Diese Variante wird von den meisten Stellungnehmenden abgelehnt. SP Grellingen, Gemeinderat Duggingen und die PTT befürworten sie.
Aufgrund der Stellungnahmen von SBB und Ziegler AG müsste diese Variante im Bereich der Strassenunterführung erheblich überarbeitet werden, was zweifellos zu Mehrkosten führen würde.
Mit den angeregten Änderungen aus der Vernehmlassung dürften die Kosten für diese Variante ca. 20 Mio. Fr. betragen.


Variante "SIVAG":
Diese Variante war nur dem Gemeinderat Grellingen, der SIVAG und der SP Grellingen bekannt. GR Grellingen und SIVAG befürworten diese Lösung, die SP lehnt sie ab.
Aufgrund der Stellungnahmen zu Variante 2 ist zu erwarten, dass diese Variante vom Amt für Raumplanung auch abgelehnt wird.


Die Kosten für diese Variante werden mindestens 21 Mio. Fr. betragen. Die zusätzlich vorgeschlagene "Verbindungsstrasse über Bahn und Birs mit Anschluss an die H18" dürfte nochmals ca. 20 Mio. Fr. kosten.


Das Ziel dieser Variantenevaluation und auch Auftrag des Landrates aus der Beratung der Vorlage 97/27 war, eine einvernehmliche, allseitig anerkannte Lösung zu finden, welche erheblich günstiger zu stehen kommt als das seinerzeitige Bauprojekt (1995). Heute muss festgestellt werden, dass dieses Ziel nicht erreicht wurde.




4.3 Entscheid Regierungsrat für Projekt Fussgängerunterführung und Verbesserung der Gleisgeometrie SBB


Nach einer Überarbeitung der Varianten im Sinne der Vernehmlassungen werden die Variante 2 ca. 16 Mio. Fr. und die Variante 3 ca. 20 Mio. Fr. kosten und erfüllen damit die Vorgabe des Landrates bei weitem nicht mehr. Die Variante SIVAG mit Kosten von über 21 Mio. Fr. und einer Option von weiteren ca. 20 Mio. Fr. kommt nicht in Betracht.
Die in der Variante 1 vorgeschlagene Verbreiterung der Birsbrücke weist angesichts des geringen Linksabbiegeverkehrs (80 Mfz/Spitzenstunde) nach Seewen ein schlechtes Kosten/Nutzenverhältnis auf. Insbesondere ist zu beachten, dass dieser Verkehr am gleichzeitig geschlossenen Niveauübergang Seewenstrasse nach einigen 100 m dennoch aufgehalten wird.


Aufgrund der vorgenannten Fakten hat der Regierungsrat beschlossen, dem Landrat folgendes zu unterbreiten:


- Die beiden Optionen aus der Variante 1 (Fussgängerunterführung und Verbesserung Linienführung SBB) werden im Sinne der Vernehmlassungen überarbeitet und dem Landrat zur Ausführung vorgeschlagen:
Projekt Fussgängerunterführung und Verbesserung der Gleisgeometrie SBB .


- Mit der Landratsvorlage wird der dazu erforderliche Verpflichtungskredit und das Enteignungsrecht beantragt.


Mit diesen baulichen Massnahmen werden allfällige spätere Ausbauten im Sinne der untersuchten Varianten 1 bis 3 nicht verbaut.


Fortsetzung


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