Sanierung der SBB-Niveauübergänge in der Gemeinde Grellingen

3. Begründung


3.1 Heutige Situation


Das Dorf Grellingen wird durch die SBB-Linie Basel-Delémont in zwei Teile zerschnitten. Die bestehenden Niveauübergänge der Nunninger- und Seewenstrasse bei der Bahnstation Grellingen sind während rund 8 Stunden pro Tag geschlossen. Während der Stosszeiten stauen sich dadurch die Autos bis in die Hauptstrasse Nr. 18 (H18). Die Kolonnen behindern die Postautokurse nach Nunningen und Seewen. Auch die Fussgänger/-innen müssen bei geschlossener Barriere warten, was manchmal zu gefährlichen Geleiseüberquerungen führt.
Die Nunningerstrasse erschliesst die solothurnischen Gemeinden Himmelried, Nunningen, Zullwil und Meltingen. Sie weist im Bereich des Bahnüberganges einen durchschnittlichen Tagesverkehr von 2'800 Fahrzeugen auf. Die vorhandene Linienführung der SBB mit den engen Kurvenradien bedingt eine starke Überhöhung der Geleise. Dadurch weist die Kantonsstrasse am Bahnübergang ein extrem variables Längsgefälle mit "Knicken" auf (Querrinne), was den Fahrzeugen auf der Strasse das Befahren des Überganges erschwert.
Die Seewenstrasse verbindet Grellingen mit Duggingen und Seewen. Sie ist auch die kürzeste Verbindung des Laufentals mit Liestal via Seewen und Büren und hat eine Verkehrsbelastung von 1'700 Fahrzeugen/Tag. Die Birsbrücke wird von 4'000 Fahrzeugen pro Tag befahren. Die gesamte heutige Verkehrsbelastung im Raum Grellingen ist in der Abbildung 1 ersichtlich.



Abbildung 1: Verkehrsbelastung im Raum Grellingen (DTV)


Beim Bahnübergang Nunningerstrasse ist im Jahre 1999 neben der Strasse ein separater Fussgängerübergang erstellt worden. Der frühere Fussgängerübergang zwischen dem Unteren und Oberen Moosweg ist in der Zwischenzeit von der Gemeinde und den SBB aufgehoben worden.




3.2 Künftige Situation


Diese Vorlage verlangt einen Verpflichtungskredit für die Erstellung einer Fussgängerunterführung unter den SBB-Gleisen und die Streckung des bergseitigen Bahngleises, um die kurvenbedingte Gleisüberhöhung zu reduzieren.


Mit diesen Massnahmen können die Fussgänger das Bahntrassee durch die Unterführung auch bei geschlossener Barriere queren und für den Strassenverkehr werden die Gefällsverhältnisse der Strasse im Bereich des Bahnübergangs verbessert.


Die auf den ersten Blick lange Gesamtschliesszeit der Barrieren an der Nunningerstrasse von ca. 8 Stunden pro Tag ist zu relativieren. In den Spitzenstunden mit ca. 340 Fahrzeugen bleiben die Schranken während insgesamt 17 - 22 Minuten/Stunde geschlossen. Zum Vergleich sind die Barrieren der BLT-Linie 10/17 an der Bahnhofstrasse in Therwil bei einer Spitzenstundenbelastung von ca. 1300 Fahrzeugen während 18 - 20 Minuten/Stunde geschlossen.


Fortsetzung (zu Punkt 3.3)


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